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Der Schulhof des ASGSG ist zurzeit eine Großbaustelle. Bis Mai 2019 wird er umgestaltet. Auch an den Hochwasserschutz wird hierbei gedacht.

Betriebshof baut Rückhaltebecken

Mehr Schutz vor Hochwasser

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MARL - Überflutungen wie im Sommer 2016 soll es in Marl nicht mehr geben.

Mehr als 100 Mal musste die Feuerwehr im Juni 2016 ausrücken. Im Minutentakt riefen die Bürger sie zu Hilfe: Keller waren überschwemmt, Bäume umgestürzt. Bis zu 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fielen in weniger als einer Stunde. Damit sich die Schäden beim nächsten Starkregen in Grenzen halten, verstärkt der Zentrale Betriebshof (ZBH) den Hochwasserschutz. Seit August dieses Jahres baut er in Marl insgesamt sechs Regenrückhaltebecken, zwei davon am Mühlenbach in Alt-Marl, nördlich der Kaspar-Grove-Straße. Das größere Becken ist soweit fertig, dass bereits der Rasen gesät werden konnte. Das zweite, kleinere Becken wird im Sommer 2019 vollendet.

Flutmulde für 3000 Kubikmeter

Damit der Dümmerbach bei Starkregen nicht mehr über die Ufer tritt, will der Zentrale Betriebshof zusätzlich zwischen der Sporthalle der August-Döhr-Schule und den Gärten in der Gaußstraße eine 3000 Kubikmeter fassende Flutmulde bauen. Anfang 2019 sollen die Arbeiten beginnen. Vor zwei Jahren standen die Gärten an der Gaußstraße unter Wasser. Auch im Juli 2014 war der Dümmerbach über die Ufer gestiegen. Der Flutprävention wird auch ein weiteres Regenrückhaltebecken dienen, das ebenfalls zum Beginn des neuen Jahres gebaut werden soll. Es wird ein Fassungsvermögen von 2050 Kubikmetern haben und zwischen der Rappaportstraße und der Sportanlage Triple X entstehen.

Ebenfalls im neuen Jahr will der ZBH mit dem Regenrückhaltebecken an der Schachtstraße beginnen. Wann es losgeht, hängt von der Genehmigung der Aufsichtsbehörden ab. Weitere Regenrückhaltebecken sollen in Polsum an der Linnenkampstraße und am Wüllersweg entstehen. Zuvor wird ein Regenwasserkanal in der Bartholomäusstraße gebaut. Schwere Wasserschäden gab es vor vier Jahren am Albert-Schweitzer-Geschwister-Scholl-Gymnasium (ASGSG): Mensa, Physikräume, musisches Zentrum und Turnhallen wurden überschwemmt. Das hatte nach Auskunft der Stadtverwaltung zwei Gründe: Das Gefälle des Hofs verlief in Richtung der Schulgebäude und die Kanäle auf dem Gelände waren erheblich beschädigt. Deshalb hat die Stadt den Kanal erneuern lassen, versiegelte Flächen aufgebrochen.

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