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Bodenprobe: Auf diesem Feld hat Hubert Franzen Winterweizen angebaut.

Blick auf den Bauernhof

Die nächste Ernte ist schon vorbereitet

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MARL - Für Landwirt Hubert Franzen gibt es im Frühjahr viel zu tun.

Hubert Franzen öffnet die Tür zum Schweinestall und geht bis zum Absperrgitter der Futterstation. Die Tiere zucken kurz zurück, quieken dann aber zur Begrüßung. „Bei der Zucht ist es wichtig, dass es den Tieren gut geht“, sagt der Landwirt und erklärt, woran man das erkennt: „Die Tiere sehen gesund aus, bewegen sich normal und haben einen klaren Blick. So muss das sein.“ Hubert Franzen hat nie Langeweile. Wenn der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Localvereins nicht mit seinen 70 Zuchtschweinen und deren bis zu 2000 Nachkommen jährlich beschäftigt ist, kümmert er sich um seine Felder in Marl. Darauf sind die meisten Vorbereitungen für die nächste Ernte schon abgeschlossen. „Die Gülle ist ausgefahren, gesät wurde auch schon. Jetzt muss alles wachsen“, beschreibt Franzen den Stand der Dinge.

Die letzte Ernte war laut Franzen trotz des Jahrhundertsommers übrigens besser als erwartet. „Der Sommer war schon sehr trocken. Beim Getreide lagen wir aber nur 20 bis 25 Prozent unter dem Vorjahresdurchschnitt“, sagt der Landwirt. Dass das Wetter allgemein wärmer geworden ist, streitet der Landwirt nicht ab. Ob uns ein Klimawandel zukünftig aber jährlich solche Hitzewellen wie 2018 beschert, bleibt für ihn abzuwarten. Voraussagen dagegen kann Franzen, dass es in Marl zukünftig weniger Bauern gibt. „In meinem Ortsverein gibt es zehn bis zwölf Landwirte, in ganz Marl sind es noch etwa 20. Nur zwei davon sind unter 50 Jahre alt,“ schildert er die Situation. Vor allem Schweinezüchter dürften sich laut Franzen aufgrund der immer strengeren Auflagen, unter anderem die Kastration betreffend, demnächst auf andere Einkommensquellen konzentrieren.

Innere Uhr ersetzt den Hahn am Morgen

Trotz der wachsenden Schwierigkeiten könnte sich Hubert Franzen keine andere Arbeit vorstellen. „Für mich ist das der abwechslungsreichste Beruf überhaupt. Ich beginne morgens um kurz nach sechs und bin gegen 19 Uhr fertig. Nach dem Dienst beginnt dann die Bereitschaft“, sagt Franzen und schmunzelt. Einen krähenden Hahn braucht er jedenfalls nicht. „Ich werde auch so wach.“

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