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Muss der Röttgershof zur Sicherheit erhalten bleiben - oder wird er nicht mehr gebraucht und kann einer Wohnsiedlung weichen?

Bündnis stimmt dafür

Röttgershof soll weg

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MARL - Gegen die Stimmen der SPD beschlossen Marler Ratsvertreter am Donnerstag im Sozialausschuss auf Antrag der CDU den Abriss des Röttgershof. Der war bisher die größte städtische Flüchtlingsunterkunft.

Ein Bündnis aus Christdemokraten, Bündnisgrünen, WIR, bum/FDP und Die Linke setzte die Entscheidung am Ende durch. Mit der Forderung, die Stadt nach dem rund 370.000 teuren Abriss mit der Vermarktung der Liegenschaft zu beauftragen, scheiterte die CDU knapp, weil es bei der Abstimmung eine Enthaltung gab. Begründet hatte die CDU ihre Anträge unter anderem damit, dass der Röttgershof schon wegen seiner Randlagen als Unterkunft für Flüchtlinge wenig Chancen zur Integration biete.

Peter Knüwer, Abteilungsleiter im Sozialamt, versuchte im Ausschuss, die Politiker davon zu überzeugen, dass es notwendig sei, den Röttgershof als Reserveunterkunft für Flüchtlinge vorzuhalten. Er wies unter anderem daraufhin, dass die zwei städtischen Unterkünfte Halterner Straße und Auguste Victoria Schacht 1/2 nur angemietet seien. Außerdem wird die Landesunterkunft am Lehmbecker Pfad nicht, wie bisher gemeldet, am 1. Januar 2019, sondern frühestens Mitte Mai eröffnen. Die Plätze der Landeseinrichtung werden auf die Zuweisungsquote für die Stadt angerechnet.

Weder die Prognose, dass wieder mehr Flüchtlinge nach Marl kommen könnten, noch die Feststellung, dass die Bausubstanz nicht so schlecht ist wie zunächst vermutet, überzeugte. „Der Röttgershof ist ein Schandfleck für Marl. Es ist gut, dass der Abriss kommt“, so Norbert Pfänder, sachkundiger Bürger für die Grüne Wählergemeinschaft.

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