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Viel Grün, aber selten Betrieb: Der Spielplatz im Stadtkern, wo große Familien mit vielen Kindern leben, soll zum Treffpunkt und Erlebnisraum umgebaut werden.

Bürger reden in Werkstätten mit

Spielplatz wird kein Millionenprojekt

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MARL - Der „Spielplatz der Nationen“ im Stadtkern wird kein Millionenprojekt. Weil weniger Fördergelder fließen als geplant, wird die Stadt bei den Grünanlagen sparen.

Mit einer „Spieletonne“, einer großen Holzskulptur und viel Grün – so soll der Erlebnisraum und Treffpunkt aussehen, den die Stadtverwaltung auf 21.000 Quadratmetern zwischen Venusweg und Merkurstraße schaffen will. Der „Spielplatz der Nationen“ wird auch geplant, um soziale Probleme in der Stadtmitte in den Griff zu bekommen.

Im Stadtkern-Ost leben rund 6130 Einwohner – teils in großen Familien mit vielen Kindern. Die ökonomische Belastung im Quartier sei „bedrückend“, so das Planungsamt. Nirgendwo sei der Anteil der Hartz-IV-Empfänger höher. Die häufig wechselnden Mieter haben mehr als 20 verschiedene Nationalitäten.

Für die Familien und mit ihnen soll der Spielplatz entwickelt werden. In zwei Werkstätten werden die Bewohner aufgerufen, mit den Planern Visionen umzusetzen. Kinder sollen ihre Vorstellungen kneten können. Die erste Werkstatt ist Ende August geplant, kurz nach den Sommerferien. Das MaKiMobil, das wöchentlich an der Merkurstraße hält, wird die Werkstätten begleiten.

Eine halbe Million Fördermittel

Zurzeit läuft die Ausschreibung für ein Planungsbüro, das die Gestaltung des Spielplatzes in Grundzügen entwerfen und die Entwicklung begleiten wird. Bei ihrem für 930.000 Euro angedachten Umbau hatte die Stadtverwaltung auf fast 90 Prozent Fördergeld gehofft. Demnach müsste sie 93.000 Euro selbst investieren. Davon gingen auch die Politiker aus. Doch statt der ersehnten 837.000 Euro gibt es von Bund und Land nur 554.000. „Wir können nun nicht mehr aus dem Vollen schöpfen. Also schauen wir, was mit dem Geld funktioniert“, sagt Stadtsprecherin Riccarda Ast auf Nachfrage unserer Redaktion.

Schon im Oktober hatte Baudezernentin Andrea Baudek angekündigt, bei den Grünanlagen im Umfeld könnte gespart werden. Aktuell peilt das Planungsamt einen Baubeginn Anfang oder Mitte 2020 an.

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