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Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen die Rathaussanierung: Egon Menz, Marc Walden, Fritz Dechert, Detlev Beyer-Peters und Clemens Mecking (v.l.).

Bürgerbegehren

Kampf um die letzten Unterschriften

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MARL - Am Freitag wollen die Gegner der Rathaussanierung ihre Listen übergeben.

Die Uhr tickt für die Initiatoren des Bürgerbegehrens „Rathaussanierung stoppen!“. Nur noch heute haben sie Zeit, Unterschriften zu sammeln. Am Freitag werden sie die Listen im Rathaus übergeben. Täglich versuchen die Initiatoren, 100 Unterschriften zusammenzubekommen.

Wie viele Marler schon unterschrieben haben, konnte Detlev Beyer Peters, einer der Mitstreiter, noch nicht sagen. „Wir wissen, dass noch 500 Unterschriften im Umlauf sind. Es wird knapp. Wir kämpfen.“ Zurzeit sammeln die Initiatoren die in Geschäften und Gaststätten ausliegenden Listen ein, katalogisieren die Pakete und zählen die Unterschriften annähernd genau. Gut zwei Monate lang hatten die Sanierungsgegner Bürger auf Wochen- und Trödelmärkten angesprochen, ihnen Listen mitgegeben oder zugeschickt. Diese Listen sollten jetzt – unabhängig davon, wie viele Unterschriften sich darin befinden – unverzüglich bei Clemens Mecking, Schlüterstraße 6, abgegeben werden. „Wir wissen, dass noch etliche Listen im Umlauf sind“, mahnt Detlev Beyer-Peters. Clemens Mecking: „Die Stadt wird bei der Feststellung der Zahl der gültigen Unterschriften mit Sicherheit die ein oder andere Unterschrift streichen.“ Jede einzelne Unterschrift zähle, damit das Bürgerbegehren nicht scheitert. Bei ihrer Aktionsversammlung am Dienstag, 26. Februar, um 19.30 Uhr im Vestischen Hof, Rappaportstraße 40, wollen die Initiatoren dann endlich „durchatmen“ und in Ruhe die nächsten Schritte planen. Wie berichtet, gab es zwei „konkurrierende“ Bürgerbegehren. Die Initiatoren von „Rathaussanierung stoppen“ pochen auf einen Neubau, der sich am realen Raumbedarf orientiert. Nur der Sitzungstrakt soll saniert werden. Dagegen wollten Peter Papajewski und seine Mitstreiter nur die Investitionskosten drücken.

Die „Konkurrenz“ gibt auf

Sie verfolgen ihr Bürgerbegehren aber nicht mehr weiter: „Zwei gegeneinander arbeitende Bürgerbegehren ergeben keinen Sinn“, sagt Papajewski. Er war bis Ende letzten Jahres stellvertretender Vorsitzender der CDU Lenkerbeck, ist aber aus der Partei ausgetreten – weil er die Gefahr sieht, „dass durch deren Politik populistische Parteien weiter gestärkt werden“. Die Stadt hält das verbliebene Bürgerbegehren für rechtlich nicht zulässig, weil der Rat schon 2015 die Sanierung des Rathauses beschlossen hat. Dieser Grundsatzbeschluss sei nicht mehr angreifbar, die Frist längst abgelaufen. Doch vor vier Jahren standen geschätzte Sanierungskosten von knapp 40 Millionen Euro im Raum. Jetzt geht es um 70,2 Millionen. Die Furcht vor ausufernden Kosten löste die Bürgerbegehren aus.

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