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In Eigenarbeit bauten die Mühlradfreunde im Mai 2017 ein neues Mühlrad an der Museumsscheune in Alt-Marl ein, die zum Gebäudebestand des Heimatvereins gehört.

Eine Chance für die Vereine

Stadt will Heimat-Preis vergeben

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MARL - In den nächsten vier Jahren will die Stadt jeweils einen Heimat-Preis vergeben. Die Preissumme von 5000 Euro soll aufgeteilt werden. Chancen haben Vereine, die sich kontinuierlich ehrenamtliches engagieren, in Stadtteilen verwurzelt sind und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Der Kulturausschuss beschloss fast einstimmig, dass die Stadt sich dafür um Fördermittel des Landes bemühen soll. Auch Brauchtumspflege, die Stadtgeschichte sichtbar macht, kann prämiert werden.

Alle Marler Vereine können sich um den Heimat-Preis bewerben. Jeder kann ihn aber nur einmal erhalten. Das Heimatministerium des Landes fördert ihn mit 5000 Euro. Alle Preisträger nehmen später am Wettbewerb für den Landes-Heimat-Preis teil.

Die Stadt Marl will den Preis erstmals in diesem Jahr an drei Vereine verleihen und das Preisgeld aufteilen. Die CDU hatte den Heimat-Preis angeregt. Auch die Stadt wurde früh aktiv.

Grüne für Vielfalts-Preis

Außerdem will die Stadt eine von der CDU angeregte Heimat-Werkstatt begleiten. Eine solche Werkstatt soll Gruppen oder Projekte, die Identifikation mit der Stadt stiften, zusammenbringen und dauerhaft das Gefühl des Zusammenhalts stärken. Die Initiative zur Heimatwerkstatt soll von den Bürgern ausgehen. Das NRW-Heimatmuseum fördert solche Heimat-Werkstätten mit bis zu 40.000 Euro. Thorsten Leineweber (FDP) erklärte, die Sinsener Runde, sei quasi eine Heimat-Werkstatt. Darin aktiv sind fast alle Vereine des Ortsteils. Auf Initiative der Bürgerschützen Sinsen schlossen sie sich zusammen, organisieren Feste.

Nur Johannes Westermann (Wählergemeinschaft Die Grünen) stimmte gegen den Heimat-Preis: „Der Begriff Heimat ist durch die AfD negativ besetzt“, sagte er und schlug vor, einen Vielfalts-Preis auszuloben. Für den gibt es aber kein Geld. Der Bürgermeister will Populisten Verfassungsfeinden und keine Deutungshoheit geben: „Von Schützen und Heimatvereinen ist Heimat demokratisch definiert, nicht völkisch-national.“

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