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Marvin Westphal (3. v. re.) ist durch die Maßnahme „Arbeit sofort“ im Betrieb von Alfons Rotthues (2.v. re.) untergekommen. Das Projekt stellten Uwe Kreschner (Jobcenter, re.), Arndt Lehmann (3.v. l.), Oksana Borger (2. v. li.) und Anna Giera (alle „Jugend in Arbeit) vor. —Foto: Claus Pawlinka

Eine Maßnahme half ihm dabei

Marvin Westphal ist zurück im Berufsleben

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MARL - Eine längere Krankheitsphase machte es Marvin Westphal unmöglich, seine Ausbildung zum Anlagenmechaniker im Bereich Sanitär/Heizung zu Ende zu bringen. Auf weitere Bewerbungen hagelte es Absagen. Das Jobcenter und der Verein „Jugend in Arbeit“ halfen ihm.

Der 20-Jährige war einer von momentan 15 Teilnehmern der Maßnahme „Arbeit sofort“ , die an der Bergstraße 92 fit gemacht werden für Ausbildung oder Berufstätigkeit. Der junge Mann ist nun beim Elektrobetrieb Rotthues im münsterländischen Velen untergekommen, lässt sich dort weiter zum Anlagenmechaniker ausbilden. Der Firmenchef Alfons Rotthues ist froh über jede helfende Hand. „Es ist wohl für die meisten Handwerksbetriebe schwer, Nachwuchs zu finden“, sagt er.

Marvin Westphal weiß, dass er es alleine vielleicht nicht geschafft hätte, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. „Bei ,Jugend in Arbeit’ hat man mir geholfen, mich besser zu präsentieren, hata Bewerbungstrainings durchgeführt und mehr. Da habe ich wieder Selbstvertrauen gewonnen“, sagt er. Um nach Velen zur neuen Arbeitsstelle zu kommen, muss er früh aus den Federn. Der Wecker klingelt um kurz nach 5 Uhr morgens. Doch das nimmt er gerne in Kauf. „Mir ist es wichtig, die Ausbildung anzuschließen.“

„Marvin hat nur einen Monat gebraucht, bis er aus unserer Maßnahme heraus eine Lehrstelle gefunden hat“, so Arndt Lehmann von „Jugend in Arbeit“. „Er brauchte bloß einen kleinen Anstoß“, ergänzt Anne Giera, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Oksana Borger den jungen Marler betreute. Zwar bekam Marvin auch mit der neuen Bewerbungsmappe noch Absagen – aber eben auch eine Zusage. Diese Chance will er festhalten. „Arbeit sofort“ heißt das Projekt, das für diejenigen, die einen Platz bekommen, erfolgversprechend ist. „Die Vermittlungsquote ist recht hoch. Rund 52 Prozent der Teilnehmer konnten so wieder in Arbeit oder Ausbildung vermittelt werden“, so Thomas König, Pressesprechers des Jobcenters. Die Kunden – es können Junge, aber auch Ältere sein – werden vom Jobcenter an den Bildungsträger vermittelt. Die Maßnahme läuft über drei Monate à 25 Wochenstunden. „Ziel ist es, durch intensive Unterstützung die Frauen und Männer wieder schnell an den Arbeitsmarkt heranzuführen.

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