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In der Burg werden 80 Bäume gefällt. Foto: Grunschel

Fachaufsichtsbeschwerde

Fällungen in der Burg auf dem Prüfstand

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MARL - Nach wie vor sorgen die Baumfällungen an der Burg in Sinsen für Unmut bei Naturschützern. Nach Rücksprache mit Vertretern des Naturschutzbunds (Nabu) und des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte die Wählergemeinschaft „Die Grünen“ Fachaufsichtsbeschwerde gegen die Stadt Marl und den Regionalverband Ruhr eingereicht.

„Wir sind der Ansicht, dass diese Aktion nicht rechtens war“, so Johannes Westermann für die Ratsfraktion der Wählergemeinschaft.

Die Stadtverwaltung erklärt zu einer entsprechenden Anfrage der Grünen Wählergemeinschaft an den Rat, dass nicht sie, sondern der Regionalverband Ruhr für die großräumigen Baumfällungen in der Burg zuständig ist. „Die Stadt Marl hat eine Verkehrssicherungsmaßnahme veranlasst. Rodungen wurden von Seiten der Stadt nicht durchgeführt“, so die schriftliche Stellungnahme. Tatsächlich befindet sich nur ein circa 30 Meter breiter Streifen unmittelbar an der Kleingartenanlage „Am Wiesengrund“ im Besitz der Stadt. Der Wald gehört dem Regionalverband Ruhr.

Kritik an schweren Maschinen

Immer wieder waren am Waldrand der Burg Äste und Baumkronen abgebrochen. Mitte November hatte die Stadt alle Gärten auf der Waldseite und einen Wanderweg des Sauerländischen Gebirgsvereins gesperrt. Die Stadtverwaltung bestätigt, die Sperrungen seien erfolgt, nachdem in der Kleingartenanlage „Am Wiesengrund“ Menschen verletzt wurden. Das Naturschutzgebiet Die Burg gehört zu den sogenannten FFH-Flächen (Flora-Fauna-Habitat-Flächen) in der Europäischen Union, für die besondere Anforderungen an Artenschutz und Schutz des Lebensraums gelten. Die Vertreter der Wählergemeinschaft behaupten, dass in der Burg mehrere hundert Bäume präventiv und ohne Not gefällt worden seien.

Außerdem kritisieren die Grünen den Einsatz von Harvestern bei der Rodung in der Burg. Die schweren Maschinen haben beim Rangieren durch ihre Gewicht auch dem Waldboden nachhaltige Schäden zugefügt, so ihre Kritik.

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