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Natur zum Anfassen: Der achtjährige Ben und der neunjährige Paul (v.li.) untersuchen einen Rahmen mit Bienenwaben.

Ferienspaß in der Haard

Lernen, wie die Bienen leben

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MARL - Einen ganzen Tag lang beobachten Kinder im Forsthaus Haidberg heimische Honigbienen. Dazu zeigt eine Imkerin, wie der Honig geschleudert wird oder wie eine Kerze aus Wachs entsteht.

Einen ganzen Tag mit echten Bienen verbringen und frischen Honig naschen - diese Aktion lockt viele Kinder zu einer Veranstaltung im Forsthaus Haidberg in der Haard. Der letzte Programmpunkt des Sommerferienspaß nennt sich „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum!“ und bringt den Teilnehmern das Leben der heimischen Honigbienen nah. Das liebevoll gestaltete Gelände weckt Erinnerungen an Astrid-Lindgren-Romane und ist ein wunderschöner Ort, um die Natur zu erkunden.

Vermittelt wird das Wissen durch die Imkerin Kathrin Wehling. Bevor es losgeht, gibt sie über den viel diskutierten Zustand der Bienenpopulation Auskunft: „Wildbienen sind durchaus in ihrer Existenz bedroht. Das liegt daran, dass ihre Lebensräume auch durch die Landwirtschaft immer mehr verschwinden.“

Kinder sollen die Scheu vor Bienen verlieren

Die Imkerin beginnt mit der Vorführung der traditionellen Imkerjacke. Diese schützt hauptsächlich vor Stichen, fängt aber auch Schmutz ab. Imkerjacken sind meist weiß oder gelb, da diese Farben beruhigend wirken. Dunkle Farben sollte man ebenso meiden wie starke Deos und vor allem reife Bananen. Diese wirken auf Bienen wie ein Alarmstoff. Nach der Erklärung geht es auf einem Schleichweg zum Bienenstock. Hier warten 60.000 Bienen auf die Besichtigung.

Die männlichen Drohnen können übrigens nicht stechen. Deshalb setzt die Imkerin jedem Kind zum Kennenlernen eine Drohne auf die Hand. Bis auf Paul, der schon mal gestochen wurde und deshalb lieber vorsichtig ist. Die achtjährige Emma dagegen hat überhaupt keine Angst und findet wie ihre fünfjährige Schwester Sophie alles total cool. Auf dem Programm stehen später noch das Basteln einer Kerze aus Bienenwachs sowie Honigschleudern samt Kostprobe. Honigkonsum, möglichst von regionalen Anbietern, sei laut Kathrin Wehling sehr zu empfehlen. „Dahinter stecken Menschen, die sich um Bienen kümmern.“

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