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Feierten mit Gästen das KAB-Jubiläum (v. l.): Brigitte Bodzech (2. Vorsitzende KAB St. Marien), Ulrike Sparwel (Vorsitzende KAB St. Marien), Hermann Erwig (KAB-Fahnenträger), Präses Klemens Suttorp, Agnes Terschluse (Leiterin des Kirchenchors St. Marien / Liebfrauen), Norbert Seme (Kirchenvorstand), Georg Westphal (Kassierer der KAB St. Marien), Sylvia Sakowski (SPD-Stadtverband), Bürgermeister Werner Arndt, Pfarrer August Hüsing (KAB-Bezirkspräses) und Pfarrer Ulrich Müller.

Festgottesdienst zum Jubiläum

Rückblick auf wechselhafte Geschichte

MARL - Vor 125 Jahren hat sich die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung St. Marien gegründet.

Das Jubiläum wurde jetzt mit einem Festgottesdienst in der Marienkirche gefeiert. Gestaltet wurde der Gottesdienst von Pfarrer August Hüsing (Bezirkspräses der KAB im Bezirksverband Recklinghausen) und Diakon Klemens Suttorp (Präses der KAB St. Marien). Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von den beiden Kirchenchören aus St. Marien und Liebfrauen (Sinsen) unter der Leitung von Agnes Terschluse. Pfarrer August Hüsing beglückwünschte die Mitglieder der KAB mit ihrer 1. Vorsitzenden Ulrike Sparwel zum Jubiläum und zollte ihnen Anerkennung für ihr Engagement. In der Predigt ging Diakon Klemens Suttorp auf die eindrucksvolle Geschichte der KAB St. Marien ein.

Bereits im Jahre 1893, als sich zwischen Lenkerbeck und Hüls lediglich ein idyllisches Wald-und Heidegelände erstreckte und auch noch kein Schacht der Zeche Auguste Victoria abgeteuft war, wohnten in der Kirchengemeinde Lenkerbeck eine Vielzahl von in einfachen Verhältnissen lebenden Bergleuten, die sich täglich zu Fuß nach „Blumenthal“ oder „Schlägel und Eisen“ aufmachten.

125 spannende Jahre

In dieser Zeit fanden sich 40 katholische Bergleute aus Lenkerbeck, um in Zeiten, in denen sich der Wirtschaftsliberalismus und der Sozialismus als geistige Herausforderungen gegenüberstanden, eine gleichgesinnte Gemeinschaft zu bilden. Suttorp: „Sie waren der Überzeugung, dass eine Lösung der brennenden sozialen Frage nur aus dem Glauben, aus der christlichen Weltanschauung, aus der katholischen Soziallehre heraus möglich sei.“ Was dann folgte, waren 125 spannende, aber auch bittere Jahre inklusive Inflation, zweier verheerender Weltkriege, dem Verbot der KAB unter den Nazis bis hin zur Schließung der Zeche.

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