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Nach der Bergung begutachteten Experten die Trümmer des notgelandeten Fliegers.

Feuer nach Triebwerksstörung

Weshalb der "Spitfire"-Pilot notlanden musste

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MARL - Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) gaben jetzt Untersuchungsergebnisse zur Notlandung des Marler Piloten am 15. März bekannt.

Während des Flugs des verkleinerten Nachbaus der englischen „Spitfire“ aus dem Zweiten Weltkrieg trat eine Triebwerksstörung auf. Dadurch geriet das Flugzeug in Brand. Der 69-jährige Pilot musste auf einem Feld an der Freerbruchstraße notlanden. Dabei entzündete sich Treibstoff und der Brand zerstörte das Flugzeug. Drei Wochen später erlag der Pilot seinen Brandverletzungen.

Wie BFU-Sprecher Germout Freitag auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, handelt es sich um einen Zwischenbericht seiner Behörde, der den bisherigen Ermittlungsstand wiedergibt. Der Bericht ist ausführlich, viele Details wurden ausgewertet. Trotzdem legt die BFU sich noch nicht auf die Unfallursache fest. Sie werde frühestens im Frühjahr 2019 bekannt gegeben – mit dem Abschlussbericht. Das Flugzeugwrack wurde übrigens auch von Kriminaltechnikern auf Spuren untersucht.

Vor dem Start am Unfalltag gab es bei zwei Triebwerksprobeläufen keine Probleme. Doch in der Luft geriet der einmotorige Flieger in Brand, zog eine Rauchfahne hinter sich her. Das geht aus Videoaufnahmen hervor. Der Pilot hatte Funkverbindung mit dem Verkehrslandeplatz Loemühle. Dort hatte der Flugleiter einen Funkspruch mit dem Wortlaut „Feuerwehr anrufen“ empfangen. Auf seine Nachfrage nach der Sendestation bekam er keine Antwort mehr.

Treckerfahrer das Leben gerettet

Mit seiner Notlandung auf dem Acker hatte der 69-Jährige einen Zusammenstoß mit einem Trecker samt Anhänger verhindert. Der Pilot befreite sich aus dem Wrack, seine Kleidung hatte Feuer gefangen. Zwei Marler eilten zu ihm, löschten die Flammen an seiner Kleidung mit einer Jacke und zogen den Mann gerade noch rechtzeitig vom Wrack weg, bevor es eine Verpuffung gab und das komplette Flugzeug in Brand geriet. Der Marler wurde vom Notarzt behandelt und mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen, wo seine lebensgefährlichen Brandverletzungen behandelt wurden. Sie führten letztlich zu seinem Tod.

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