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Peter und Dagmar Herden führten viel Schriftverkehr mit Vivawest und der IGBCE.

Ein Funke Hoffnung

Kampf um Gärten nimmt überraschende Wendung

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MARL - Die Anwohner der Triftstraße wehren sich gegen den Neubau von 33 Reihenhäuser vor die Nase. Offenbar erfolgreich, wie erste Reaktionen zeigen.

Es gibt Hoffnung für die Bewohner der Triftstraße. Der drohende Verlust ihrer Gärten scheint tatsächlich in weite Ferne zu rücken, ist aber noch nicht ganz vom Tisch. Wie berichtet, plante der Eigentümer der betroffenen Grundstücke, die Vivawest GmbH aus Essen, den Verkauf an einen Investor. Anschließend sollten dort 33 Reihenhäuser mit Garagen entstehen.

Mitte Juli informierte Vivawest die Anwohner telefonisch, dass ihre Gärten vermessen würden. Den Besitzern bot man die Grundstücke nicht zum Kauf an. Anwohner wie Dagmar und Peter Herden wussten zwar seit Jahren, dass sie ihr sogenanntes Grabeland irgendwann verlieren könnten, fühlten sich aber überrumpelt und suchten Hilfe. Neben unserer Zeitung informierte Peter Herden auch die IGBCE sowie Vertreter der Stadt. Seit unserer Berichterstattung (MZ vom 28. Juli) hat sich einiges getan. „Vivawest hat sich bei uns dafür entschuldigt, dass man uns die Grundstücke nicht zum Kauf angeboten hat“, sagt Herden. Die Verhandlungen mit der Reihenhaus AG aus Kaiserslautern seien gestoppt worden. „Die Reihenhaus AG rechnete offenbar mit einem wesentlich leichter zugänglichen Gelände“, erklärt Peter Herden.

Treffen mit dem Stadtrat

Nächster Schritt ist laut Herden ein Treffen mit dem Stadtrat am 27. August, bei dem auch Marls Baudezernentin Andrea Baudek anwesend sein soll. Mit Vivawest will man sich Mitte September zusammensetzen, um weitere Möglichkeiten zu besprechen. Auch Brian Nickholz, SPD-Stadtverbandsvorsitzender, unterstützt die Bürger.

Der aktuelle Bebauungsplan sehe derzeit gar keine Bebauung der Fläche vor, so der Ratspolitiker. Eine Änderung des Bebauungsplans bedürfe einer Mehrheit im Stadtrat und sei ein Prozess, der Jahre in Anspruch nehmen könne. Bis dahin halten sich die Anwohner per Handy in einer WhatsApp-Gruppe auf dem Laufenden.

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