Gegen Eichenprozessionsspinner

Präventivmaßnahme beginnt am Montag

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MARL - Ab Montag wird der Zentale Betriebshof etwas gegen Eichenprozessionsspinner unternehmen.

Der Eichenprozessionsspinner hat den Zentralen Betriebshof (ZBH) im letzten Jahr massiv auf Trab gehalten. Gefühlt fast jede Eiche im Stadtgebiet war von den Raupen befallen, deren feine Härchen schwere allergische Reaktionen bei Menschen und Tieren auslösen können. Viele Bäume mussten von den Nestern befreit werden. In diesem Jahr will der ZBH präventiv tätig werden, so ZBH-Chef Michael Lauche im Betriebsausschuss.

Ab Montag, 20. Mai, werden – wenn die Witterung es zulässt – 50 bis 60 Bäume auf der Langehegge vorbeugend mit Neemprotect behandelt, einem Extrakt des Mangrovenbaumes. Das Mittel soll den Verdauungstrakt der Raupen so stark schädigen, dass sie das für Mensch und Tier gefährliche dritte Larvenstadium nicht erreichen und absterben. Auch an der Halterner Straße sollen die Eichen mit dem Mittel bespritzt werden.

Wie Michael Lauche ausführte, wird ein Spezialfahrzeug die ausgewählten Bäume anfahren und die Blätter besprühen. Während der Arbeiten wird der jeweilige Straßenabschnitt für den Durchgangsverkehr gesperrt. „Wenn das so funktioniert, wie wir uns erhoffen, werden wir diese Verfahrensweise weiter ausbauen“, so Lauche. Der ZBH-Chef setzt im Kampf gegen die Eichenprozessionsspinner auch auf „fremde Hilfe“. Denn die Raupen des Frostspanners oder des Eichenwicklers – beide sind für den Menschen harmlos – fressen ebenfalls Eichenblätter. Unter anderem aufgrund dieser „Nahrungskonkurrenz“ rechnet der ZBH in diesem Jahr nicht mit einem starken Auftreten des Eichenprozessionsspinners.

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