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Das ehemalige Gesundheitsamt am Lehmbecker Pfad.

Gemeinde organisiert Infoabend

Nachbarn können ihre Fragen stellen

MARL - Seit Mitte Mai beherbergt das ehemalige Gesundheitsamt am Lehmbecker Pfad wieder Flüchtlinge. Dem Land Nordrhein-Westfalen dient die Unterkunft als Zentrale Unterbringungseinrichtung. Aktuell wohnen dort 58 Flüchtlinge, Platz wäre für 250.

Pfarrer Heiner Innig lebt und arbeitet in direkter Nachbarschaft. Mit seiner Gemeinde St. Josef lädt er alle Nachbarn und Interessierte am Montag, 24. Juni, zu einem Infoabend ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Gemeindezentrum an der Bergstraße 115. Betreut werden die Flüchtlinge vom privaten Dienstleister European Homecare. Marko Beranic, der die Einrichtung leitet, wird Rede und Antwort stehen. „Er bringt noch einen Kollegen mit, der die Arbeit ehrenamtlicher Helfer in der Einrichtung koordiniert. Ihnen können Fragen gestellt werden, die bei der ersten Veranstaltung Anfang Mai offen geblieben sind“, erklärt Pfarrer Heiner Innig. Beim Pfarrfest, das die Gemeinde am Wochenende gefeiert hat, seien einige Bewohner erfreulicherweise der Einladung gefolgt und hätten sich unter die Festgäste gemischt. Mit dem Infoabend will Pfarrer Innig diese Kontaktaufnahme ausbauen: „Wir als Nachbarn wollen wissen, was wir tun können, ob und wie wir helfen können.“

Das Warten auf die Entscheidung

Die 58 Flüchtlinge, die aktuell am Lehmbecker Pfad leben, kommen aus verschiedenen Ländern: aus Afghanistan, Guinea, Iran, dem Kongo, Marokko, Nigeria, Somalia, Syrien, Tadschikistan und der Türkei. Das erfuhr unsere Zeitung auf Nachfrage bei der Bezirksregierung Münster. Pressesprecher Andreas Winnemöller erklärt: „Untergebracht sind allein reisende Frauen und auch Männer sowie Familien. Sie gelten als besonders schutzbedürftig.“ In Marl warten sie nun auf die Entscheidung ihres Asylverfahrens. Wie berichtet, besteht mit dem Kreis Recklinghausen, dem das Gebäude gehört, ein langfristiger Mietvertrag. Büros und Besprechungszimmer wurden mit Stockbetten, jeweils einem Tisch und Stühlen ausgestattet. Je nach Größe gibt es in einem Raum zwei bis sechs Schlafplätze. Im Erdgeschoss des früheren Gesundheitsamtes befinden sich Aufenthaltsräume und Gemeinschaftsduschen. Auch die „Kantine“ mit der Essensausgabe ist dort untergebracht. Für die Kinder gibt es einen Kindergarten.

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