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Die Gründer der Bürgerinitiative Hamm (v.l.): Karl-Heinz Wendt (Kassenwart), Heidrun Peiks und Freddy Schoknecht (beide Vorsitzende), Franz Rosol und Uwe Lienemeyer (stv. Vorsitzende) und Sandra Schoknecht (Schriftführerin).

Gerade gegründet

Neue Initiative kämpft gegen Deponie

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MARL - Die Halde "Brinkfortsheide Erweiterung" zwischen Hamm und Hüls soll 2018 zu einer Deponie werden. Diese Pläne haben etliche Bürger überrascht, verärgert. Sechs von ihnen wollen den Ärger nicht herunterschlucken. Sie haben eine neue Bürgerinitiative gegründet, mit der sie gegen die Deponie kämpfen wollen.

Dreierlei ist den Nachbarn und neuen Bekannten gemeinsam. Erstens: Keiner von ihnen ist je zuvor auf die Straße gegangen, um für seine Rechte zu kämpfen. Zweitens: Keiner von ihnen ist in einer politischen Partei, deren Interessen er vertreten müsste. Drittens: Alle sind mit dem gleichen Eindruck aus den politischen Gremien zurückgekehrt. Heidrun Peiks, eine von zwei Vorsitzenden: „Wir fühlen uns nicht ernst genommen, die Politik hört uns nicht zu.“ Freddy Schoknecht, der andere Vorsitzende, erinnert sich an die Zeit, als er mit seiner Familie 2002 auf dem Grundstück des alten Waldbades in Hamm baute: „Der Standort wurde uns angepriesen. Man sagte uns, auf der Halde werde ein Naherholungsgebiet entstehen.“ Ein Jahr später zog die Familie in das neue Haus. Was sie seitdem erlebte: Zehn Jahre lang wurden die Bergelaster bis 22 Uhr entleert. Danach, so berichten die Hammer, wurden die Fundamente für die Windräder auch nachts in den Untergrund gerammt. Sandra Schoknecht, Schriftführerin der Initiative: „Mit alldem haben wir uns abgefunden. Aber jetzt auch noch eine Deponie mitten in bebautem Gebiet, das geht nicht.“ Weitere Gemeinsamkeiten, die die Aktiven der gerade gegegründeten Initiative vereint: Alle wollen mit allen verfügbaren Mitteln gegen die Pläne ankämpfen – gemeint sind legale, demokratische Mittel. Sandra Scho-knecht: „Wir setzen Himmel und Hölle in Bewegung.“ Heidrun Peiks ergänzt: „Wir werden sachlich und fundiert vorgehen. Anders haben wir keine Chance, etwas zu erreichen. Es hilft doch keinem, wenn wir herumschreien.“ Die Bürgerinitiative will bald zu ihrer ersten Mitgliederversammlung einladen. Der Gründungsvorstand berichtet: Nach den Berichten in unserer Zeitung laufen schon jetzt die Telefone heiß: Nachbarn und Bekannte, die von dem Zusammenschluss erfahren haben, wollen mitmachen.

Kontakt zu der Initiative finden Bürger unter ( 0178 / 28 21 21 6 oder per Mail:

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