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Starten ein Bürgerbegehren gegen die Rathaussanierung (v. l.): Egon Menz, Marc Walden, Fritz Dechert, Detley Beyer-Peters und Clemens Mecking.

Gibt es eine doppelte Abstimmung?

Zweites Bürgerbegehren soll Rathaussanierung stoppen

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MARL - Fritz Dechert, Gründer der Bürgerliste Wir für Marl, und weitere Mitstreiter wollen die 70,2 Millionen Euro teure Rathaussanierung mit einem Bürgerbegehren kippen. Es ist bereits das zweite Bürgerbegehren in Marl, das den Ratsbeschluss vom 27. September rückgängig machen soll.

Die Initiatoren des neuen Bürgerbegehrens wollen nur den Sitzungstrakt sanieren lassen und einen Neubau durchsetzen, der sich am "tatsächlichen Raumbedarf" orientiert. Am Montag haben sie nach eigenen Angaben die Unterlagen zu ihrem Bürgerbegehren im Rathaus abgegeben. Nun haben sie nach eigener Rechnung bis Weihnachten Zeit, die nötigen 4118 Unterschriften zu sammeln.

Unterschreiben tatsächlich so viele Bürger und folgt der Rat dem Begehren nicht, dann kommt es zum Bürgerentscheid. Dabei handelt es sich um eine Wahl, bei der die Marler Ja oder Nein ankreuzen können auf die Frage: "Soll der Beschluss des Rates der Stadt Marl vom 27. 09. 2018 aufgehoben, die Sanierung des Rathauses gestoppt werden, und stattdessen lediglich der Ratstrakt saniert und auf Grundlage einer Analyse des tatsächlichen Raumbedarfs ein Neubau errichtet werden?“ Mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten – also 10.295 Marler – müssten die Initiatoren auf ihre Seite ziehen.

"Explodierende Kosten"

Es sind der Steuerrechtler Marc Walden (CDU), Detlev Beyer-Peters (DKP), sachkundiger Bürger von Wir für Marl, der Ingenieur Clemens Mecking, ebenfalls Wir-Mitglied, und Wir-Gründer Fritz Dechert. Als Grund für ihr Engagement nennen sie die "explodierenden Kosten" der Rathaussanierung. Innerhalb von drei Jahren stiegen die Schätzungen der Planer und Gutachter von 39 auf 70,2 Millionen Euro.

Wie berichtet, gibt es bereits ein "konkurrierendes Bürgerbegehren", das Peter Papajewski, stellvertretender Vorsitzender der CDU Lenkerbeck, auf den Weg brachte. Er will, dass kostengünstige Alternativkonzepte geprüft werden. Die Initiatoren des zweiten Bürgerbegehrens wollen mit ihm das Gespräch suchen, damit es keine konkurrierende Abstimmung gibt.

Einen ausführlichen Bericht zum Thema lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Marler Zeitung.

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