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Die ehemaligen Schülerinnen Katja Täuber ( links) und Annette Krause stellen der stv. Schulleiterin, Diana Lorra, ihre Pläne vor.

GiL-Absolventen bauen Brunnen

Aus Frust wird Freude

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MARL - Der Ärger über ehemalige Klassenkameraden, die nach einem Abitreffen gegangen sind, ohne die Rechnung zu bezahlen, hat sich in Freude verwandelt. Aus dem Frust heraus entstand die Idee, dass sie Geld für die Neven-Subotic-Stiftung zahlen sollten und so einen Brunnen in Äthiopien finanzieren. Kosten: etwa 10 000 Euro.

1992 machten die Klassenkameraden am Gymnasium im Loekamp ihr Abi. Am Ende des langen Wiedersehens vergaßen einige Gäste, ihr Schnitzel oder ihr Bier zu bezahlen. Vier Leute blieben auf der Rechnung sitzen. Ihrem Ärger machten sie mit Kurznachrichten in der WhatsApp-Gruppe des Jahrgangs Luft: Die Zechpreller sollten sich schämen und eine kleine Spende an die Neven-Subotic-Stiftung überweisen. Diese Organisation des Innenverteidigers von Borussia Dortmund baut Brunnen und Sanitäranlagen in den ärmsten Regionen von Äthiopien. Jetzt staunen die Vier über die Resonanz: Nicht nur Zechpreller meldeten sich. Gleich am ersten Tag kamen 3000 Euro zusammen. 6000 Euro sind es mittlerweile.

Das Gymnasium im Loekamp will für die Aktion auf seiner Homepage werben: www.gil-marl.de/ Mehr über den Brunnen: https://nevensuboticstiftung.de/SA?cfd=gbfp2

„Sollten wir unser Ziel erreichen, wollen wir im Sommer mit allen Spendern eine große Brunnenparty am Loekamp feiern“, sagt Peter Wozny, einer der vier Initiatoren und ehemaliger Mitarbeiter unserer Redaktion. Das Quartett um Peter Wozny, Annette Krause, Uta Pepping und Katja Täuber hofft, dass die restlichen 4000 Euro noch im Advent zusammenkommen. Die Aktion läuft noch bis Ende März 2018.

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