+
Igitt! Das ist ja gerade noch mal gut gegangen: Die Wege an der Max-Reger-Straße sind voller Hundehaufen.

Haufen nahe am Kindergarten

Anwohner ekeln sich vor Hundekot

  • schließen

MARL. - Einmal nicht aufs Pflaster geschaut – schon ist es passiert. Der Tritt in den Hundehaufen ist unappetitlich und ärgerlich. Noch ärgerlicher, sogar gesundheitsgefährdend ist es, wenn Kinder mit Hundekot in Berührung kommen - wie auf der Max-Reger-Straße.

Gestern ärgerte sich ein Anwohner der Max-Reger-Straße maßlos über die vielen Haufen auf dem Fußweg zwischen dem Kindergarten Sonnenschein und den Wohnhäusern. Jeden Tag sieht der Senior viele Marler mit ihren Hunden dort Gassi gehen. „Die Haufen räumt kaum jemand weg“, schimpft er.

Svenja (3) verzieht angewidert das Gesicht. Auch sie ist schon in einen Hundehaufen getreten. Gerade erst ist sie mit ihrer Familie nach Hüls-Süd gezogen, doch Mama Petra Bilgard hat bereits bemerkt, dass rund um den Spielplatz und die Kindergärten an der Max-Reger-Straße viel Hundekot liegt: „Das fällt wirklich auf. Den Kindern muss ich sagen, dass sie aufpassen sollen.“

Stadtsprecher Daniel Rustemeyer versteht den Ärger der Anwohner. Auch für die Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofs (ZBH) sei es widerlich, wenn sie beim Rasenmähen und bei Grünschnitten mit Hundekot in Berührung kämen. „Hundehalten bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – das gilt auch fürs große Geschäft“, betont der Stadtsprecher. „Hundekot ist Abfall, der entsorgt werden muss.“ So steht es in der Straßensicherheitsverordnung.

Spenderboxen rund um den Rathaus-See

Die Stadt hat im Dezember rund um den Rathaus-See und am Alten Friedhof Brassert – wo besonders viele Halter mit ihren Lieblingen Gassi gehen – elf Spenderboxen mit je 100 reißfesten Plastiktüten aufgestellt. Erste Erfahrungen mit diesem Modellversuch sind gut. „Die Boxen werden genutzt, die Papierkörbe in der Nähe leeren die ZBH-Mitarbeiter alle paar Tage“, berichtet Daniel Rustemeyer. Im Juni entscheidet die Stadtverwaltung, ob sie auch andernorts Automaten aufstellt.

Verstärkt kontrolliere der kommunale Ordnungsdienst, könne aber nicht überall sein, räumt der Stadtsprecher ein. Es sei schwer, Sünder zu ertappen. Wer den Kot seines Hundes nicht entsorgt, muss mit einem Ordnungsgeld von 30 bis 1 000 Euro rechnen. Daniel Rustemeyer betont: „1 000 Euro sind kein Märchen, wenn jemand wiederholt erwischt wird.“

Es könnte sich für die Ordnungshüter lohnen, loszugehen. Auch auf unserer Facebook klagen viele Leser über Hundehaufen: in der Max-Reger-Straße, Loestraße, Rheinstahlstraße, Arenbergstraße und auf dem „Hundespielplatz“ Bussardstraße.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Nach dem Feuer in der "Kinderwelt": So äußert sich der Betreiber
Nach dem Feuer in der "Kinderwelt": So äußert sich der Betreiber
Brandursache in RE geklärt, Fahndung nach unsittlicher Berührung, Bayern auf Schalke unter Druck
Brandursache in RE geklärt, Fahndung nach unsittlicher Berührung, Bayern auf Schalke unter Druck
Polizei veröffentlicht Phantombild nach sexuellem Übergriff: Wer kennt diesen Mann?
Polizei veröffentlicht Phantombild nach sexuellem Übergriff: Wer kennt diesen Mann?
Dattelnerin drohte im letzten Jahr die Arbeitslosigkeit - sie wählte Plan B
Dattelnerin drohte im letzten Jahr die Arbeitslosigkeit - sie wählte Plan B
Waltroper Bürger des Jahres: Große Dankbarkeit, Emotionen und eine Liebeserklärung
Waltroper Bürger des Jahres: Große Dankbarkeit, Emotionen und eine Liebeserklärung

Kommentare