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Die Polizei setzt auf Kontrollen, um gegen Raser und illegales Tuning vorzugehen, wie hier bei einem Schwerpunkteinsatz am sogenannte Car-Freitag in Herten.

Vor allem auf Hauptstraßen

Illegale Autorennen und Raser stören die Marler im Schlaf

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Auf Marler Straßen wird gerast. Darüber klagen zahlreiche Anwohner vor allem an den Hauptverkehrsstraßen in der Stadt. Mit heulenden Motoren und quietschenden Reifen rauben Verkehrsrowdys ihnen den Schlaf. Was die Polizei dagegen tut:

Oft finden Anwohner an Hauptstraßen wie Bergstraße, Victoriastraße, Herzlia-Alle, Breite Straße oder Merkelheider Weg nachts keine Ruhe, weil Raser auf den Straßen unterwegs sind. Die Polizei setzt auf verstärkte Kontrollen, sagt aber auch: Eine Raser-Szene so wie in der Nachbarstadt Herten gibt es in Marl nicht. Sie kennt Treffpunkte, an denen Auto- und Tuning-Fans zusammenkommen.

Drei junge Männer starben in Marl

Dramatische Unfälle und Nachrichten überrücksichtslose Raser haben viele Marler in den vergangenen Monaten aufgeschreckt. Erst in der vergangenen Woche zog die Polizei zwei 18-jährige Autofahrer aus dem Verkehr, die sich vermutlich ein illegales Autorennen auf der Bergstraße lieferten. Sie hatten bis zu 100 Stundenkilometer auf dem Tacho. Im Mai wurde auf der Willy-Brandt-Allee ein 25 Jahre alter Fahrer mit 106 Stundenkilometern von der Polizei geblitzt. Auch der furchtbare Unfall auf der Victoriastraße, bei dem am Ostersonntag drei junge Männer ums Leben kamen, ist laut Polizei auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. 

Polizei setzt auf Kontrollen - auch in Marl

Auf Raser, die mit PS, aufheulenden Motoren und quietschenden Reifen protzen und dabei sich selbst und andere in Gefahr bringen, hat die Polizei in Marl ein wachsames Auge, so Michael Franz von der Kreispolizeibehörde in Recklinghausen.  Die Polizei sei abends regelmäßig in den genannten Bereichen auf Streife, um  Rasern schon die Lust aufs Gasgeben zu verleiden.

474 illegale Rennen verfolgt

 In ganz NRW werde die Raserszene ein immer größeres Problem, ist auf der Internetseite der Polizei zu lesen. Dazu gibt es diese Zahl: 2018 hat die Polizei in NRW 474 verfolgt. Michael Franz appelliert: „Wer etwas mitbekommt und sich gestört fühlt, sollte die 110 wählen. Dann können wir auch eingreifen.“

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