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Engagiert diskutierten die Sinsener (hier Nortbert Kühne) mit den AWO-Vertretern über das Bauprojekt und die Zukunft der Kreuzkirche

Infoabend zur Kreuzkirche

"Aktivität muss in den Stadtteil kommen"

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MARL - Das Interesse der Sinsener zur Zukunft der Kreuzkirche war am Donnerstagabend riesig. In Scharen kamen sie in das Vereinsheim der Schützen, um zu hören, was Uwe Hildebrandt, Geschäftsführer des AWO-Bezirkes Westliches Westfalen zu sagen hatte.

Architekt Gregor Treder und Uwe Hildebrandt skizzierten das Neubauprojekt, Harry Junghans, Martina Waldner und Tina Nitz vom AWO-Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen erläuterten die Vorhaben und Projekte, die im neuen Zentrum um die Kreuzkirche entwickelt werden könnten. In einem Staffelgebäude mit zwei bis vier Geschossen werden, wie unsere Zeitung berichtete, 37 seniorengerechte Wohnungen entstehen. Zwei Treppenhäuser, zwei Aufzüge (einer davon bettengeeignet) und Laubengänge erschließen die Wohnungen. Insgesamt rund 7,3 Millionen Euro will die AWO hier investieren. In eineinhalb Jahren soll alles fertig sein.

Und die AWO möchte die Kreuzkirche wiederbeleben. „Die Aktivität muss aus dem Stadtteil kommen“, so Uwe Hildebrand. „Wir bieten das Haus den Bürgern an.“ Wie viele engagierte Initiativen von „Sinsen lebt“ und „Sinsener Art“ bis zu den Vereinen der Sinsener Runde es im Stadtteil gibt, die nur darauf warten, dieses Haus wieder mit Leben zu füllen, überraschte die AWO-Vertreter. Es soll eine Vernetzung zwischen Aktivitäten für die Bewohner der Seniorenwohnungen und den anderen Gruppen im Stadtteil geben. „Da ist alles denkbar“, erläuterten Martina Waldner, die für die Serviceangebote für die Bewohner zuständig ist und Tina Nitz, die die soziokulturellen Aktivitäten in der Kirche mit initiieren will. Beratungsangebote, Vereinstreffen, neue Initiativen, Angebote für Jugendliche und Kulturangebote von Ausstellungen bis zu Lesungen und Konzerten könnte es in der Kreuzkirche wieder geben.

Über eine Anschubfinanzierung könnten Koordinatorenstellen eingerichtet werden, allerdings nur für die Anfangszeit. „Danach muss vieles ehrenamtlich koordiniert werden“, so Uwe Hildebrandt. Davor machen sich die Sinsener nicht bange, die in der Diskussion schon konkrete Fragen hatten aber anregten, eine Langzeitkoordinatorenstelle zu schaffen. Vor allem Probleme wie Betriebskosten und eventuelle Großreparaturen standen weiterhin im Mittelpunkt. Die AWO will mit Fördermitteln, über die SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Groß informierte, einen Großteil der Sanierungskosten von „mehreren hunderttausend Euro“ für die Kreuzkirche aufbringen. „Wir wollen keine kleinen Lösungen, wir wollen ein Haus, auf das sie stolz sein können“, sagte Uwe Hildebrandt.

Wann es denn konkret losgehen könne und ob das Begegnungszentrum Kreuzkirche erst nach dem Bau der Wohnungen angegangen werde, wollten die Sinsener Bürger wissen. Die AWO sagte zu, beide Bauaktivitäten parallel zu starten, damit es nicht noch jahrelang dauert, bis die Sinsener Aktiven wieder ihr altes/neues Domizil beziehen können.

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