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Die kleinen Baumeister sind schon weiter als die großen: Till (l.) und Oskar setzten beim Maki-Mobil die ersten Baumaßmahmen direkt um. Foto: Jürgen Wolter

Infotag auf dem Creiler Platz

Baufortschritte am Stadtmittelpunkt werden direkt besprochen

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MARL - Dass sich am Stadtmittelpunkt - besonders am Marler Stern - etwas tut, ist nicht zu übersehen. Was genau geplant ist, stellten Vertreter der Stadtverwaltung und Investor Hubert Schulte-Kemper beim „Tag der Städtebauförderung“ auf dem Creiler Platz vor.

"In fünf Jahren werden Sie das alles hier nicht mehr wiedererkennen“ – mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Werner Arndt am Samstag die Besucher beim Familienfest zum Tag der Städtebauförderung auf dem Creiler Platz.

Die Neugestaltung der Fassade des ehemaligen Karstadthauses am Marler Stern bildete die Kulisse für den Tag und das Programm, in dessen Mittelpunkt die Zukunft der Marler Stadtmitte stand. Informationen und Spielaktionen sowie viel Musik hatten die Organisatoren von Stadtverwaltung und Diakonie mit ihren zahlreichen Partnern auf die Beine gestellt. Holger Langenkamp vom Stadtteilbüro war als Koordinator verantwortlich für den Ablauf.

In den Räumen des neuen Stadtteilbüros und Bürgertreffs am City-See erläuterte Baudezernentin Andrea Baudek die kompletten Maßnahmen, die Werner Arndt bei seiner Begrüßung bereits kurz skizziert hatte. Sie reichen von der Rathaussanierung über die Umgestaltung des Creiler Platzes bis zu der neuen Bebauung des ehemaligen Hallenbadgeländes. Hier sei inzwischen der Architektenwettbewerb ausgeschrieben und man werde im Sommer die Entwürfe vorlegen können, die Bauinteressenten dann mitdiskutieren können, kündigte Baudek an.

Rathaussanierung als Kernmaßnahme

Kernpunkt des Gesamtkonzeptes bleibt die Rathaussanierung, die Frage der Kosten wurde auch am Samstag von einigen interessierten Bürgern gestellt. Dass etwas passieren muss in der Marler Mitte, da stimmten mehrere Besucher der Baudezernentin zu: „In der Stadtmitte muss saniert werden, sonst geht hier alles vor die Hunde“, so ein Zuhörer bei ihrem Vortrag. Viele Aspekte gehören zum städtebaulichen Konzept. Sie reichen vom Umbau des Creiler Platzes über die Umgestaltung des Friedhofes zum „Friedenspark“ bis zum Spielplatz der Nationen und einer neuen Kita. Die begonnene Sanierung der Turnhalle der Willy-Brandt-Gesamtschule steht ebenso im Gesamtplan, wie zahlreiche Freiflächen rund um die Marler Mitte. Der Umbau der Räume des ehemaligen Hans-Böckler-Berufskollegs an der Kampstraße zum Kulturzentrum Marschall 66 ist ein weiterer zentraler Baustein.

Weiterentwicklung des Marler Sterns

Nicht zuletzt gehört auch die Weiterentwicklung des Marler Sterns zum Konzept. Hier ist der Baufortschritt bereits sichtbar: Die neue Fassade des ehemaligen Karstadthauses ist in Arbeit. Sie werde nicht schwarz bleiben, wie einige Politiker im Rathaus vielleicht befürchten könnten, sagte Hubert Schulte-Kemper, dessen Fakt AG mit dem Umbau des Sterns begonnen hat. „Marl braucht ein Herz und das soll wieder in der Stadtmitte und im Marler Stern schlagen“, so Schulte-Kemper.

Bis zum 25. September würden die ersten Märkte in den Karstadt-Komplex einziehen. Zahlreiche Shops sollen im oberen Marler Stern entstehen. „Zuletzt haben wir 29 kleinere Geschäfte im Marler Stern gekauft“, so Schulte-Kemper. Voraussichtlich werde ein renommierter Gastronom ebenfalls in den Stern einziehen. Die Baumaßnahmen der Großen konnten die Kinder schon im Kleinen bei vielen Aktionen des Familienfestes vorwegnehmen: Till und Oskar bauten am Stand das Maki-Mobils bereits die ersten Häusertürme aus Holz, andere Kinder buddelten mit ihrem Eltern im Sandkasten direkt vor der echten Baustelle.

Zauberstudio, Cheerleader und eine Malaktion im Marler Stern sorgten ebenso für Unterhaltung wie mehrere Marler Bands. Den Auftakt machte „Well Done“, die Schulband der Willy-Brandt-Gesamtschule mit Sängerin Paula Harders, aus der mal eine echte „Rockröhre“ werden könnte.

Besuchermassen zog das Familienfest nicht an, aber viele Interessierte, die sich über die Zukunft der Stadtmitte informieren wollten.

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