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Staatssekretär Mathias Richter zeigte mit v.l. Lena Marie Wittig, Fatma Yousef und Mehmet Yazar aus der 10b, dass er auch mit dem Schraubendreher umgehen kann

Jahrgang 5 erreicht Klassenstärke

Eine Hauptschule mit Zukunft

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MARL - Staatssekretär Mathias Richter besucht die Schule am Merkelheider Weg.

Die Katholische Hauptschule kann zum Schuljahr 2019/2020 eine Klasse 5 bilden, weil die von der Bezirksregierung Münster mindestens geforderten 18 Anmeldungen vorliegen. Mit dieser positiven Nachricht für die Schule empfing Schulleiterin Bärbel Themann gestern den Staatssekretär im NRW-Schulministerium. Mathias Richter (FDP) kam auf Einladung von Bürgermeister Werner Arndt in die Schule am Merkelheider Weg. Für Silke Rieso, Vorsitzende der Elternpflegschaft an der Hauptschule, war das ein willkommener Anlass, um Werbung für die letzte verbliebene Hauptschule in Marl zu machen. „Mein jüngster Sohn wird hier den Realabschluss mit Quali für die gymnasiale Oberstufe erwerben. Viele Eltern und sogar Grundschullehrer sind gar nicht darüber aufgeklärt, dass das in der Hauptschule überhaupt möglich ist“, betont sie.

Stufe 5 hat seit Jahren Probleme

In Jahrgangsstufe 5 gab es seit Jahren Probleme, genug Schülerinnen und Schüler für eine Eingangsklasse zusammenbekommen. Jahrgang 8 muss dreizügig gefahren werden, weil es so viele Zugänge von anderen Schulen gibt. Schülersprecherin Lara Schetter (17), ehemals selbst Realschülerin, berichtete dem Staatssekretär, wie sich ihr Bild von der Hauptschule verändert hat, seitdem sie hier unterrichtet wird. „Wäre ich von Anfang an hier gewesen, wäre es mir besser ergangen.“

Um ihre Zukunft ist der 17-Jährigen nicht bange. Allein aus dem letzten Entlassjahrgang bekamen 17 Schülerinnen und Schüler im Anschluss sofort einen Ausbildungsplatz. In Langzeitpraktika können die Hauptschüler ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Dass es in diesem Jahr genug Anmeldungen für Klasse 5 gibt, ist vielen Anstrengungen zu verdanken. Alle vierten Klassen der Marler Grundschulen wurden eingeladen, die Schule kennenzulernen. Das Schulamt bezahlte die Busfahrt nach Hamm. „Bei allen Anmeldungen, die jetzt vorliegen, haben die Eltern die Hauptschule als Erstwunsch angegeben“, berichtet Bärbel Themann stolz.

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