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Bürgermeister Werner Arndt hat zum Neujahrsempfang für Kinder ins Rathaus geladen. Foto: Julia Grunschel

Kinderneujahrsempfang

Ärger über Kritzeleien auf Spielgeräten

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MARL - Zum ersten Kinderneujahrsempfang lud Bürgermeister Werner Arndt Grundschüler heute ins Rathaus ein. Ziemlich schnell ging es zur Sache, die Kinder sagten, was ihnen in Marl fehlt.

Beleidigungen, die auf Spielgeräte gekritzelt wurden, gehen gar nicht. Da sind sich, die Grundschüler, die Bürgermeister Werner Arndt zum ersten Neujahrsempfang für Kinder ins Rathaus eingeladen hat, einig. Drittklässlerin Lisa und Viertklässlerin Alexia ärgern sich jedes Mal, wenn sie auf ihrem Schulhof der Haard-Johannes-Schule neue Feindseligkeiten gegen Mitschüler entdecken. Die Mädchen nennen Wörter wie „blöd“ oder „scheiße“. „Es geht aber noch viel übler unter die Gürtellinie“, versichert Lehrerin Stephanie Wollbrink, die die Mädchen begleitet hat. Immer vier Kinder pro Grundschule sind der Einladung gefolgt und haben bei einem Frühstück mit Werner Arndt und Sozialdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe die Möglichkeit, Klartext zu reden und Fragen zu stellen.

Saubere Toiletten gewünscht

Ein großes Thema ist natürlich die Ausstattung von Schulhöfen und Spielplätzen mit Spielgeräten. In Sinsen fehlen „seit Ewigkeiten eine Nestschaukel und ein Zaun um den Schulhof, damit Jugendliche nicht immer alles kaputt machen“, fordern Lisa und Alexia. Die Gastgeber notieren alles mit.

In kleinerer Runde können die Kinder an vier Tischen zu verschiedenen Themen Kritik oder Wünsche loswerden. Mit Claudia Schwidrik-Grebe sprechen Rosa, Merle, Mia und Berit von der Harkortschule über die Toiletten: „Da ist an den Wänden schon mal Aa. Das ist voll ekelig.“

Alles wird von den Schülern der Canisiusschule dokumentiert. Sie werden den Bürgermeister noch einmal gesondert besuchen, mit ihm über die Themen des Tages sprechen und zum Schluss eine Zeitung erstellen, die alle bekommen.

Kontrolleure informieren

Sowohl Werner Arndt als auch Claudia Schwidrik-Grebe wollen einige Themen, die die Kinder an sie herangetragen haben, direkt angehen. „Ich werde sofort mit unseren Spielplatzkontrolleuren sprechen, dass sie sich nicht nur um Müll und Schäden kümmern, sondern auch um Schmierereien. Mich hat überrascht, dass das die Kinder so beschäftigt.“

Wie sehr die Kinder um das Wohl ihrer Mitschüler besorgt sind, hat Claudia Schwidrik-Grebe beeindruckt: „Im Gespräch haben sich Schüler mehr Nachhilfe für Kinder aus ärmeren Familien gewünscht. Das finde ich toll. Das Thema nehme ich mit.“ Der Empfang soll nun Tradition werden.

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