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Prof. Dr. Klaus Hupe feiert heute seinen 90. Geburtstag.

Klaus Hupe feiert 90. Geburtstag

Ein Leben im Dienst für Marler

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MARL - Professor Dr. Klaus Hupe feiert heute seinen 90. Geburtstag. Viele Marler haben den ehemaligen Ärztlichen Direktor der Paracelsusklinik nicht vergessen. Auch wenn er natürlich längst den verdienten Ruhestand genießt, wirkt sein persönlicher Einsatz für die Region in der Medizin aber auch in der Kultur bis heute nach.

Das Skalpell hat er längst aus der Hand gelegt. Doch sein Engagement für die Ausbildung von Medizinern ist ebenso geblieben wie die große Liebe zur klassischen Musik. 1969 trat Klaus Hupe seinen Dienst als Allgemeinchirurg in der Marler Paracelsus-Klinik. Mit seinem Team führte er in Spitzenzeiten 2500 bis 3000 Operationen pro Jahr durch. Er war Spezialist für Magen, Darm, Schild- und Bauchspeicheldrüse. 1993 legte der Arzt das Skalpell aus der Hand. In der Ärztekammer Westfalen-Lippe sorgte Klaus Hupe auch weiterhin für Qualitätssicherung in der Medizin. Er war Vorsitzender Akademie für Ärztliche Fortbildung. Als deren Ehrenvorsitzender ist er bis heute aktiv.

In diesem Jahr besuchte er zum 37. Mal die Fort- und Weiterbildungswoche auf der Nordseeinsel Borkum. Für seine Verdienste um die Fortbildung von Ärzten erhielt Professor Hupe die Ernst-von-Bergmann-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen, die die Bundesärztekammer zu vergeben hat. 2010 bekam er in Dresden die Parcelsus-Medaille.

Klaus Hupe ist in Hannover geboren und entdeckte bereits als Kind seine Liebe zur Musik, spielte Geige und Trompete. Von Marl aus kämpfte er an der Seite von Hubert Schulte-Kemper jahrelang für den Erhalt des Exil-Orchesters Philharmonia Hungarica (PH), das in Marl zu Hause war. Er war Mitgründer des PH-Freundeskreises, aus dem dann die Fördergesellschaft der Philharmonia Hungarica entstand. Dort arbeitete er zunächst als Schatzmeister, später als zweiter Vorsitzender mit. Für das Orchester besorgte er Sponsorengelder und organisierte Tourneen nach Russland, Ungarn, bis ins Baltikum und sogar nach China. Einer der Höhepunkte war ein Konzert für Papst Johannes Paul II.

Als Programmmacher für das Europäische Klassikfestival Ruhr brachte Klaus Hupe gefeierte Künstler nach Marl. Er sorgte außerdem mit dafür, dass die Recklinghäuser Ruhrfestspiele die Stadt Marl als Spielort entdeckten. Die ersten Inszenierungen, unter anderem mit Hollywood-Star Cate Blanchet, gab es in der AV-Grubenausbauwerkstatt in Hüls, bis heute wird das Theater Marl jedes Jahr im Mai und Juni zum Festivalort. Seit gut zehn Jahren lebt Klaus Hupe mit seiner Ehefrau Christa in Recklinghausen. Noch immer ist er regelmäßig zu Gast in Konzerten und besucht die Ruhrfestspiele. Seinen 90. Geburtstag feiert er im Kreis der Familie, zu der drei Söhne und zehn Enkelkinder gehören.

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