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Jana Dorka (v.l.), Ceylan Aslan, Fatima Deniz, Ilayda Malkoc, Ronja Mengede und Nele Dreier laden zur Demo auf den Creiler Platz ein. Foto: Julia Grunschel

Für den Klimaschutz

Schüler wollen am Freitag vor dem Rathaus demonstrieren

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MARL - Von wegen in die Schule gehen oder mit dem Bus zur Großdemo nach Recklinghausen fahren – Marler Jugendliche wollen am Freitag am Rathaus über Klimaschutz reden.

Ja, die Idee ist geklaut. „Und ja, es gibt einen Hype um die Aktionen von Schülern nach dem Vorbild von Greta Thunberg. Aber nur weil wir nicht die ersten sind, sind wir doch nicht weniger an Klimaschutz interessiert als andere“, sagt Ilayda Malkoc selbstbewusst. Die 16-Jährige von der Ernst-Immel-Realschule hat sich vor gut zwei Wochen gedacht, dass sich auch Marler Schüler an den weltweiten „Fridays for Future“-Aktionen am Freitag, 15. März, beteiligten könnten. Deshalb hat sie Schüler der anderen weiterführenden Schulen kontaktiert. „Da unsere Schülervertretung zufällig auch etwas organisieren wollte, passte das gut“, erzählt Nele Dreier von der Willy-Brandt-Gesamtschule.

Im Nu steckten die Schülervertretungen der WBG, des Albert-Schweitzer-Geschwister-Scholl-Gymnasiums, des Gymnasiums im Loekamp und der Martin-Luther-King-Gesamtschule gemeinsam in den Planungen. Für Freitag laden sie nun ausdrücklich alle Marler, die etwas für den Klimaschutz vor Ort tun wollen, für 10 Uhr auf den Creiler Platz ein. „Wir streiken nicht, sondern wollen einmalig friedlich zusammen demonstrieren“, betont Fatima Deniz vom GiL. Ihre Mitschüler haben die SV-Schüler darüber natürlich genauso informiert wie ihre Schulleitungen (wie letztere mit dem Thema Demo in der Schulzeit umgehen, lesen Sie im Text unten). Damit es am Freitag auch inhaltlich zur Sache geht, haben sich die Organisatoren der unterschiedlichen Schulen ein kleines Programm überlegt, das sie gemeinsam gestalten. Bürgermeister Werner Arndt begrüßt die Demo-Teilnehmer. Als nächstes wird Ilayda Malkoc als Ideengeberin sprechen.

„Bewusster leben“

Die 16-Jährige ist noch dabei, sich vorzubereiten: „Ich will darüber sprechen, wie wir alle im Alltag umweltbewusster leben können. Unbewusst produzieren wir alle so viel Müll.“ In ihrer Rede wird es um so einfache Dinge wie Duschköpfe gehen. „Da gibt es tolle Modelle, mit denen man viel Wasser sparen kann“, sagt sie. Ähnlichen Alltagsbezug werden die Umweltthemen haben, die die Schülervertreter der einzelnen Schulen nach dem Auftritt der Band „Die roten Hosen“ ansprechen werden.

Schon im Vorgespräch geben sie konkrete Beispiele. „Viele Schüler fahren mit dem öffentlichen Nahverkehr oder Bus zur Schule. Sicher machen das einige auch aus der Not heraus, aber das kann jeder in unserem Alter auch nachmachen und so zum Klimaschutz beitragen“, sagt Ronja Mengede vom ASGSG. Zum Thema Fahrrad meint Nele Dreier sogar mit Blick auf den Umbau des Marler Sterns: „Da wird nun aus einer Fahrradstraße eine Autostraße gemacht, damit man direkt vor dem Stern parken kann. Von einer fahrradfreundlichen Stadt ist Marl weit entfernt.“

Am GiL würden Schüler oft über Plastikverschwendungen sprechen. „Viele von uns regen sich darüber auf, dass es im Supermarkt Plastikhandschuhe für Brot gibt oder Käse mehrfach verpackt angeboten wird“, beschreibt Fatima Deniz, „auch bei Gemüse ist das so. Da könnte man gut eigene Tüten mitbringen.“ Nach dem Prinzip wollen die Schüler auch am Freitag verfahren: aufzeigen, was jeder hier lokal zum Klimaschutz beitragen kann.

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