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Entlang der Schachtstraße – zwischen der B 225 und der Frentroper Straße – legt der Landwirt Hermann Leineweber einen Bürgerradweg an.

Landwirt ergreift Initiative

An der Schachtstraße entsteht ein Bürgerradweg

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MARL - Die Idee spukte Hermann Leineweber schon ein paar Jahre im Kopf herum. Jetzt setzte er sie in die Tat um.

In Eigeninitiative plante Hermann Leineweber mit Unterstützung von Nachbarn, Bekannten und Firmen aus der Umgebung einen Bürgerradweg parallel zur Schachtstraße zwischen der Kreuzung zur B 225 und der Frentroper Straße. Die Trasse ist bereits angelegt. Hintergrund: Mit dem Bau des Radwegs will Leineweber für mehr Sicherheit sorgen. Radfahrer oder Spaziergänger, die die Kreuzung in Richtung Altendorf-Ulfkotte queren, müssen nach der Ampel auf der – „falschen“ Seite – die Straße nutzen, um weiter zu kommen. Über die Schachtstraße läuft auch der Anlieferverkehr für den Entsorger Saria an der Rennbachstraße. Daher sind dort dementsprechend viele Lkw unterwegs. „Gerade für Kinder ist die Stelle gefährlich“, so Leineweber, der dabei auch seinen Nachwuchs im Blick hat.

Behörden zeigen sich sehr kooperativ

Die erforderlichen Genehmigungen hat er eingeholt, wobei sich die Behörden (Straßen.NRW, Kreis und Stadt) sehr kooperativ zeigten. Danach ging es an die Arbeit. „Fördermittel habe ich nicht bekommen“, erzählt er. Unterstützung bekam er aber von einigen Unternehmen. „Die Kosten halten sich so in Grenzen“, sagt Hermann Leineweber. Zumal der Radweg auch nicht asphaltiert wird. Die Trasse wird geschottert und verdichtet. „Ähnlich wie die Wege entlang des Wesel-Datteln-Kanals“, so der Landwirt weiter. Für den Winterdienst sorgt er selber.

Etwa zwei Drittel der benötigten Fläche für den Weg zwackte er von seinem Land ab, den Rest steuerte die Familie Schulte dazu. Der neue Weg, der bald fertig sein soll, ist etwa 130 Meter lang. Er endet an der Frentroper Straße. Leineweber: „Von hier aus kann man über Wirtschaftswege nach Polsum, Frentrop, Gelsenkirchen und Altendorf kommen, ohne eine viel befahrene Hauptstraße nutzen zu müssen.“ Der CDU-Ortsverband Alt-Marl ließ sich jetzt von dem Marler Landwirt die Trassenführung samt Umsetzung erläutern. Die Vorsitzende Jennifer Ammersilge versprach nach dem Ortstermin, sich für eine Fortführung des Bürgerradwegs bis zur Buerer Straße einzusetzen. Das sei weitgehend ohne Probleme möglich, so Leineweber. Das Straßengrundstück sei breit genug, um dort einen Radweg anzulegen.

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