Machbarkeit wird geprüft

Chance für Marler Stadtwerke

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MARL - Bekommt Marl eigene Stadtwerke? Möglich ist es. Zum 31. Januar 2021 laufen die Konzessionsverträge für Strom und Gas aus, die die Stadt Marl mit dem Unternehmen innogy geschlossen hat. Die Stadt Marl soll die Gründung von Stadtwerken in Kooperation mit einem in der Energiewirtschaft erfahrenen Unternehmen prüfen

Zu diesem Zweck soll sie zunächst einen Berater den Markt erkunden lassen. Das beschloss der Stadtplanungsausschuss fast einstimmig. Nur die buergerunion enthielt sich. Mit der Zustimmung des Rates Mitte Dezember ist zu rechnen.

Wirtschaftsmediator Martin Brück von Oertzen zufolge interessieren sich innogy und Gelsenwasser für eine strategische Partnerschaft mit Marl. innogy will die Leitungsnetze nicht verlieren. Brück von Oertzen soll nun als Berater erkunden, was beide Unternehmen und andere regionale Interessenten zu bieten haben. Er soll die Angebote dokumentieren, auf Durchschnittsrendite und Realismus bewerten. Dabei geht es vor allem auch um die Frage, welchen Einfluss die Stadt auf Ausbau und Erhalt des Versorgungsnetzes hat und welche Sicherheiten der künftige Partner bietet.

Nun soll die Stadt zunächst 6500 Euro für die Markterkundung ausgeben. In einem zweiten Schritt muss die Stadt entscheiden, ob und in welcher Form Marl sich ein Stadtwerke-Beteiligungsmodell leisten will. Wenn die Stadt die Netze nicht übernehme, werde es jemand anders mit ökonomischen Interessen tun, argumentierte Brück von Oertzen. Über Darlehen zu den aktuell günstigen Zinskonditionen könne sich Marl ein Stadtwerke-Beteiligungsmodell leisten, aus Haushaltsmitteln aber nicht. Fast alle Fraktionen wollen zumindest die Chance der Markterkundung nutzen. Nur Adolf Nadrowski (bum) sieht darin keinen Vorteil für die Stadt: „Für 6500 Euro kann ich nicht viel bekommen.“

Rubriklistenbild: © Stefan Korte

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