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Der Eichenprozessionspinner sorgte in diesem Sommer für Aufregung in Marl.

Gefährliche Raupenplage

Eichenprozessionsspinner: Wohin mit leeren Nestern?

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Durch Wind und Wetter können leere Nester von Bäumen fallen. Die Haare darin sind immer noch gefährlich.

Der Eichenprozessionsspinner sorgte in diesem Sommer für reichlich Aufregung in Marl. Die Haare der Raupen verursachten bei vielen Marlern Juckreiz. Die Saison (Mai bis August) ist zwar vorbei, doch in vielen Bäumen hängen derzeit immer noch verlassene Nester. Fallen die herunter, ist Vorsicht geboten. „Die Nester können immer noch unangenehme Reaktionen auslösen“, sagt Michael Lauche.

ZBH Marl rät: Nester nur mit Handschuhen anfassen

Der Leiter des Zentralen Betriebshofs (ZBH) empfiehlt in solchen Fällen, die Nester mit Garten- oder Küchenhandschuhen in eine Plastiktüte zu packen. „Die Tüte sollte man gut verschlossen in den Restmüll geben, dann kann eigentlich nichts mehr passieren“, sagt Michael Lauche.

Bekämpfung in Marl ist teuer

In Marl wurde der Eichenprozessionsspinner in diesem Jahr mit erheblichem Aufwand bekämpft. Laut Information des ZBH beliefen sich die Gesamtkosten auf 158.000 Euro. Von den knapp 20.000 städtischen Bäumen begutachtete der Betriebshof 6500. Dafür waren 500 Arbeitsstunden nötig. An etwa 1200 dieser Bäume hatte sich der Eichenprozessionsspinner eingenistet.

In Marl geht man auf "Nummer Sicher"

Der ZBH geht bei der Beseitigung der Nester laut Michael Lauche  auf „Nummer Sicher“: Nach dem Verkleben werden die Nester abgesaugt. Eine Alternative zur Bekämpfung testete der ZBH Anfang Juni an der Langehegge. Dort sprühten Spezialisten vorsorglich rund 70 Bäume mit dem natürlichen Fresshemmer „Neemprotect“ ein. Der Extrakt aus dem Mangrovenbaum sollte im Vorfeld verhindern, dass die Raupen das für Menschen gefährliche dritte Larvenstadium erreichen.

Test in Marl verläuft positiv

Das Ergebnis war positiv: Nur sieben der 70 behandelten Bäume wiesen Raupen auf. Außerdem waren die vorhandenen Raupen entweder noch klein und mit nur wenigen Härchen ausgestattet – oder tot. Zum Vergleich: An einer ähnlichen Strecke an der Langehegge waren 61 von 88 unbehandelten Bäumen mit Raupen in sämtlichen Entwicklungsstadien befallen.

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