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Der Eichenprozessionsspinner hat auch die Bäume um das Medienhaus Bauer befallen. Mitarbeiter eines Schädlingsbekämpfers saugten die Nester ab.

Weshalb man sich von den Nestern fernhalten muss

Eichenprozessionsspinner - wird die Plage schlimmer?

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1200 vom Eichenprozessionsspinner befallene Bäume haben Marler Bürger dem Zentralen Betriebshof gemeldet. Gegen den Schädling scheint die biologische Keule zu helfen.

Meist hat er acht bis zehn Nester pro Baum gebaut. An mehr als 600 Bäumen haben Schädlingsbekämpfer diese Nester entfernt, sagt Betriebshofleiter Michael Lauche. Nur auf öffentlichen Flächen kann die Stadt aktiv werden. Vorrang haben Schulen, Kindergärten und Spielflächen. Die Harkortschule musste fünfmal grundgereinigt werden, andere Schulen drei- bis viermal, berichtet Michael Lauche. 

Viele Leser haben trotzdem den Eindruck, dass die Behörden zuwenig unternehmen. Das zeigt unsere Umfrage.

Weshalb sollte man sich von den Raupen und ihren Nestern fernhalten?
Die Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift. Sie lösen bei Hautkontakt oder Einatmen allergische Reaktionen aus. Deshalb sollte man Fenster bei starkem Wind schließen. Wer in Kontakt mit den Raupenhaaren gekommen ist, sollte intensiv duschen, die Kleidung bei 60 Grad waschen. 

Wie wirksam ist das biologische Mangrovenbaumextrakt, das die Stadt in der Langehegge ausprobierte? 

Es scheint zu wirken. In der Langehegge wurden 70 Eichen versuchsweise mit dem Bio-Gift behandelt. Davon waren sieben mit Nestern befallen, die Raupen seien aber tot gewesen, sagt der ZBH-Chef. „Wir werden vorschlagen, im nächsten Jahr das Extrakt zur Vorbeugung an den Schulen einzusetzen“, kündigt Michael Lauche an. 

Wird die Plage in den nächsten Jahren noch schlimmer? 

Das hängt vom Wetter ab. Der Eichenprozessionsspinner schätzt warm-trockenes Klima und verbreitet sich seit Mitte der 90er-Jahre in Deutschland. Nach dem extrem warmen und trockenen Sommer 2003 stieg die Populationsdichte an.

Weitere Fragen und Antworten zum Thema finden Sie am Mittwoch in der Marler Zeitung.

In Oer-Erkenschwick ist unter anderem der Waldfriedhof betroffen. Mehr als 100 Nester des Eichenprozessionsspinners gibt es dort in den Bäumen

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