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Das Industriegelände in Marl aus der Vogelperspektive.

Hier wird für die Zukunft gebaut

Marl: Eine Milliarde Euro, 2000 Beschäftigte - das passiert ab Herbst im Chemiepark

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Am 17. September fällt im Chemiepark Marl der Startschuss für das erste von mehreren gigantischen Bauprojekte. Ministerpräsident Armin Laschet kommt zum ersten Spatenstich.

Mit der Erweiterung der Polyamid-12-Anlage gibt der Chemiekonzern Evonik den Startschuss für die Großprojekte, die den Chemiestandort Marl zukunftsfähig machen sollen. Marl hat sich dabei gegen internationale Konkurrenz auf dem Weltmarkt behauptet. "Die Polyamid-12-Anlage ist in der Tat in ihrer Dimension bisher einzigartig. Zu Zeiten der Evonik haben wir eine solche Investition in den letzten zehn Jahren  nicht gehabt.  Es markiert auch den Weg weg vom Basis-Standort hin zu einem Spezial-Standort, den wir schon seit vielen Jahren beschreiten", so der Standortleiter des Chemieparks Dr. Jöerg Harren in einem Interview mit der Marler Zeitung.

Neue Gastkraftwerke machen Kohle verzichtbar

Insgesamt werden in Marl bis 2021 eine Milliarde Euro investiert. Die größte Investition ist mit 400 Millionen Euro die Erweiterung der Polyamid-12-Produktion. Die Evonik-Anlage liefert Rohstoff für Spezialkunststoffe. Ineos Phenol, weltweit größter Phenolhersteller mit Sitz in Gladbeck, baut in Marl eine neue Anlage zur Herstellung von Cumol, das für die Phenol-Produktion gebraucht wird. Der Neubau kostet einen dreistelligen Millionenbetrag. ZweiGaskraftwerksblöcke im Osten des Chemieparks werden die alten Kohlekraftwerke ersetzen. Die Firma Sasol baut eine neue Schwefeltrioxid-Anlage und erweitert die Ethylenoxid-Produktion.

Das Industriegelände in Marl aus der Vogelperspektive.

Seit einem Jahr bereiten Baulogistiker die Abwicklung der Großbaustellen vor. Neben Baumaterial müssen der Zugang und die Versorgung für 2000 zusätzliche Beschäftigte koordiniert werden. Es gibt unter anderem ein Farb-Leit-System für die verschiedenen Baustellen, einen Extra-Shuttle-Service für die Mitarbeiter und mobile Verpflegungseinheiten.

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