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Update - Vom Angeln wird weiter abgeraten

Marl: Verdacht auf Quecksilber in der Lippe bestätigt - darauf sollten Bürger jetzt achten

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    Heinz-Peter Mohr
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An der Stadtgrenze zwischen Marl und Dorsten waren am Mittwochvormittag Polizei-Taucher im Einsatz - was sie auf dem Grund des Flusses gefunden haben, sorgt für Aufsehen.

Update - 16. August, 17.15 Uhr

Die Analyse der Wasserproben hat den ersten Verdacht bestätigt: Bei der am Mittwoch in der Lippe gefundenen Substanz handelt es sich tatsächlich um Quecksilber. Das Veterinäramt des Kreises Recklinghausen rät vom Verzehr dort gefangener Fische ab. Die Untersuchung der Fische aus diesem Bereich auf Quecksilber läuft noch.

Update - 15. August, 18.07 Uhr

Polizeitaucher haben am Mittwochmorgen beim Bergen von Weltkriegsschrott und Munition in der Lippe an der Stadtgrenze Marl/Dorsten eine unbekannte Substanz im Flussbett entdeckt. Ein Schnelltest vor Ort deutet auf Quecksilber hin. Quecksilber wurde in Zünd- und Sprengkapseln verwendet. 

Die genaue Analyse steht allerdings noch aus. Ein Industrietaucher hatte am Nachmittag die Flüssigkeit gesichert und aus der Lippe "geborgen". Sie wurde von der Polizei beschlagnahmt und wird nun im Chemiepark  analysiert. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf ein Umweltdelikt.

Bad in der Lippe in Marl verboten

Der Lippeverband rät davon ab, in der Lippe gefangene Fische zu verzehren, bis geklärt ist, um welche Substanz es sich handelt. Der betroffene Bereich der Lippe ist bis auf weiteres gesperrt.

Das Landesumweltamt nahm Wasserproben in der Lippe. Die Kreisverwaltung hat von der Hervester Brücke (Dorfstraße) flussabwärts bis zur Grenze zum Kreis Wesel ein Angel - und Badeverbot verhängt.

Dorstener fischte Waffen aus dem Fluss

Der Polizei zufolge ist unklar, wie lange die verrosteten Maschinenpistolenteile und die Munition im Wasser gelegen hatten. Ermittlungen gegen einen Mann aus Dorsten hatten ergeben, dass er Waffen aus seinem Besitz an dieser Stelle aus der Lippe gefischt hatte. Deshalb hatten die Taucher gezielt danach gesucht.

Kuriose Situation bei Deich-Neubau

Auch ein Hersteller diverser Fischprodukte warnt eindringlich vor seinen Produkten. Beim Verzehr drohen lebensbedrohliche Vergiftungen.

Beim Neubau der Deiche zwischen Haltern-Lippramsdorf und Marl kam es außerdem zu einer kuriosen Situation.

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