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Schreck am frühen Morgen. Während es brannte, wurden die Mieter der Awo-Wohnungen beim DRK untergebracht.

Kriminalpolizei ermittelt

Nach Brand in Awo-Wohnungen an der Bergstraße - so geht es für die Senioren weiter

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Der Schock nach dem Brand in den Altenwohnungen in der Bergstraße ist verdaut. Alle Bewohner sind laut Awo wohlauf. Und fast alle Mieter sind in ihre Wohnungen zurückgekehrt.

Nur zwei allein stehende Seniorinnen sind bis auf weiteres bei Angehörigen untergebracht. Ihre Wohnungen sind zu stark beschädigt und verraucht. Das teilte Einrichtungsleiterin Gisela Kreutz auf Nachfrage unserer Redaktion mit. 

Wie berichtet, hatte die Feuerwehr während des Brandes alle Mieter in Sicherheit gebracht. In den 46 Wohnungen des sechsstöckigen Hauses an der Bergstraße wohnen Alleinstehende und Paare. Etwa 30 Türen musste die Feuerwehr aufbrechen, weil Mieter nicht schnell genug aus ihren Wohnungen rauskamen oder die Lautsprecherdurchsagen überhört hatten.

Haus in Marl braucht neue Fassade

Feuerwehr und Kriminalpolizei haben das Haus wieder freigegeben. Die Arbeiterwohlfahrt ließ die Türen der Wohnungen bereits erneuern. Das Haus braucht auch eine neue Fassade, die alte ist völlig verrußt. Die Einrichtungsleiterin hofft, dass bis zur nächsten Woche Klarheit über die Schadenshöhe herrscht. Gutachter der Versicherung müssen sie noch einschätzen.

Das Kommissariat für Branddelikte ermittelt weiter. Morgens gegen 5.15 Uhr hatte eine Mülltonne an dem Haus gebrannt. Das Feuer schlug auf Fassade, Dach und eine Wohnung  über. In letzter Zeit wurden in Marl häufig Mülltonnen angesteckt, oft früh am Morgen. In der Hebbelstraße wurde in der Nacht zu Sonntag eine Altpapiertonne angezündet – das Feuer griff auf Rollladen eines Reihenhauses über. Hier konnte die Feuerwehr einen Wohnungsbrand verhindern.

Polizei hofft auf Zeugenhinweise aus Marl

Gibt es Zusammenhänge zwischen beiden Taten? Einen direkten Hinweis darauf hat die Polizei nicht, sagt Sprecher Michael Franz. Aber nach einem Mülltonnenbrand blieben auch kaum Spuren. Deshalb sei die Polizei auf Zeugenhinweise angewiesen, Tel. 0800 2361 111

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