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CDU-Verkehrsminister Hendrik Wüst war zu Gast beim Neujahrsempfang der Marler CDU im Rathaus. Foto: Ralf Deinl

Minister bringt Ortsumgehung ins Spiel

CDU-Neujahrsempfang

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MARL - Die Stuhlreihen im Rathaus sind beim CDU-Neujahrsempfang gut gefüllt, 350 Stühle dürften besetzt sein. Wie zu erwarten, sitzen hier viele ältere Parteimitglieder und geladene Gäste. Doch immer wieder lassen sich auch jüngere Gesichter ausmachen. Und das dürfte zum großen Teil ein Verdienst der Jungen Union um ihren Vorsitzenden Patrick Rohmann sein.

„Das Durchschnittsalter der Neumitglieder, die im letzten Jahr bei uns eingetreten sind, liegt bei 39 Jahren. Ein Drittel davon ist 20 Jahre alt“, rechnet Stadtverbandsvorsitzender Thomas Terhorst vor. Warum das so ist, kann der 33-Jährige nur vermuten. „Die Junge Union trifft den richtigen Ton. Wenn Patrick Rohmann im Irish Pub – an einem für die CDU eher ungewöhnlichen Veranstaltungsort – erzählt, hat er wohl die richtige Ansprache und schafft es, dass die Leute ihm interessiert zuhören.“

Die Neueintritte können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass 2018 ein schweres Jahr für die Marler CDU war. Aus- und Eintritte hätten sich nicht die Waage gehalten. Im Gegensatz zum Vorjahr haben die Christdemokraten 30 Mitglieder weniger (770 sind es insgesamt). „Die internen Streitereien auf Bundesebene haben uns nicht gut getan“, sagt Thomas Terhorst unumwunden. So habe es neben vielen Sterbefällen auch viele bewusste Austritte aus Unzufriedenheit mit der Bundespolitik gegeben. „Aber fast immer habe ich in den Telefonaten gehört: Hier in Marl wähle ich euch natürlich weiter“, erzählt Thomas Terhorst.

Rathaussanierung nicht um jeden Preis

In seinem Grußwort bezieht der Stadtverbandsvorsitzende ganz klar Stellung zu einem der Großprojekte in der Stadtmitte. Der Rathaus-Umbau sei der richtige Weg, betont Thomas Terhorst. Er macht aber genauso deutlich klar: „Der Umbau darf nicht kosten, was es wolle. Unsere Zustimmung wird auf Dauer davon abhängen, ob es der Bauverwaltung gelingen wird, die Kosten zu senken.“

Während Europaabgeordneter Dennis Radtke die Marler unterhaltsam und nachdrücklich auf die im Mai anstehende Europawahl einschwor, gab Verkehrsminister Hendrik Wüst einen Kurzüberblick über aktuelle landespolitische Themen. Mit lokalem Blick kündigt er an, dass sein Ressort in diesem Jahr die Planungen für die Ortsumgehung Bottrop-Marl L 522 wiederaufnehmen wolle (Anmerkung der Redaktion: damit ist die Verlängerung der Lipperandstraße gemeint). Details zum Vorhaben lässt er sich nicht entlocken.

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