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Sehen so Wege einer fahrradfreundlichen Stadt aus? Impressionen aus der Schachstraße. Foto: Randolf Leyk

Mobilitätskonzept in Arbeit

Zukunft der Fortbewegung

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MARL - Wie die Zukunft der Fortbewegung in Marl aussieht, soll ein Mobilitätskonzept aufzeigen. Es sind eine Reihe an Bürgerabenden geplant, in denen Marler ihre Meinung sagen können. Bei der Auftaktveranstaltung waren um die 50 Bürger zu Gast.

Jeder ist unterwegs, mal im Auto, mal auf dem Fahrrad, mal zu Fuß oder per Linienbus. Wer wann wo fährt, wie zu gewährleisten ist, dass schwächere Verkehrsteilnehmer nicht unter die Räder kommen. Klimafreundlichkeit steht bei dem entstehenden Konzept im Vordergrund, erläuterte die städtische Baudezernentin Andrea Baudek – und ergänzte: „Es soll zu einem vernünftigen Miteinander der Verkehrsarten kommen.

Der Gesetzgeber hat der Kommune einen weiteren Schwerpunkt auferlegt: den der Lärmvermeidung. Dabei gibt es Grenzen, wie sich nach einer kritischen Bürgerfrage zeigte: Untersucht wird allein die Belastung durch den Verkehr, nicht durch die Industrie, obwohl beide Lärmarten auf dieselben Bürgerohren treffen.

Auch Erwachsene, darunter Senioren, gaben sich im Saal als passionierte Radfahrer zu erkennen. Nach ihren Erwartungen gefragt, nannten auffallend viele Besucher gute bzw. bessere, vor allem sichere Radwege. Doch wann ist ein Radweg sicher – wenn er getrennt vom Autoverkehr verläuft oder wenn die Radfahrer wegen der Sichtbarkeit gerade auf die Straße geleitet werden? Hierzu gab es lebhafte Diskussionen. Ein weiterer, immer wieder geäußerter Wunsch: Die Linienbusse der Vestischen sollten in kürzeren Abständen verkehren. Häufig fahren sie heute im Halbstundentakt, und das ist vielen Benutzern einfach zu wenig. Zudem klagten Eltern, die zu Schüler-Stoßzeiten verkehrenden Einsatzwagen seien oft hoffnungslos überfüllt.

Licht und Schatten gibt es in den Marler Wohngebieten. Hier standen Klagen, dass Straßen sehr laut seien, auch positive Meldungen gegenüber. Selbst in City-Nähe, etwa im Umfeld der Hügelhäuser, empfinden die Bewohner ihre Siedlung als sehr ruhig. Eine Bürgerklage, der niemand widersprach: „Nachts wird viel zu schnell gefahren. Selbst in Tempo-30-Zonen sind Autofahrer mit 70 oder schneller unterwegs.“

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