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Beim Tag der offenen Tür Ende März war eines der Einfahrtstore zur Sortieranlage Alba im Chemiepark bereits defekt.

Nach dem Feuer

Bei Alba kann bald wieder Müll sortiert werden

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MARL - Der Brand in der Alba-Sortieranlage für Verpackungsmüll im Chemiepark führte im Planungsausschuss der Stadt Marl am Donnerstag zu heftigen Wortwechseln.

Auslöser war die Frage von Andreas Kolk, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, warum die Feuerwehr die Anwohner des Chemieparks nachts nicht mit Warnfahrzeugen alarmiert habe, sondern nur eine Warnung im Internet über die App Nina und den Twitter-Kanal des Chemieparks erfolgt sei. Bei seiner Nachfrage berief sich Andreas Kolk auf einen Informanten und einen Satz im nichtöffentlichen Einsatzprotokoll der städtischen Feuerwehr. Demnach habe es keine Warnfahrzeuge gegeben. Dem widersprach der städtische Feuerwehrchef Rainald Pöter. Die Warnfahrzeuge seien da und einsatzbereit. Er betonte: „Aber ihr Einsatz war nicht notwendig. Es hat keine Gefährdung gegeben. Wir haben fünf Messfahrzeuge ausgesandt. An keiner Messstelle waren Grenzwerte auch nur annähernd erreicht.“ Wegen der Windrichtung wäre von möglichen Grenzwerten nicht Marl, sondern angrenzende Städte betroffen gewesen.

Bürgermeister Werner Arndt forderte Andreas Kolk auf, die Informationsquelle zu nennen. „Ich war von der Schärfe der Diskussion überrascht“, erklärte Fragesteller Andreas Kolk am Tag nach der Sitzung. Ihm sei es auch um den Umgang mit künftigen Störfällen gegangen. Der CDU-Antrag, das Protokoll der Brandnacht dem Ausschuss zur Kenntnis zu geben, wurde mit Mehrheit abgelehnt. CDU-Mann Thomas Güttel enthielt sich. Seit dem Brand in der Alba- Anlage war in den vergangenen Wochen immer wieder Kritik am Brandschutzkonzept geäußert worden, das die Stadt Marl zu prüfen hatte. Auch einen Monat nach dem verheerenden Brand in der Sortieranlage des Unternehmens Alba im Chemiepark, ist nicht klar, wodurch das Feuer entstanden ist.

Die Sortieranlage des Wertstoffunternehmens ALBA im Chemiepark wird wieder ans Netz gehen, wenn die Schäden repariert und die im neuen „Geruchsminderungskonzept“ vereinbarten technischen Auflagen mit schnelleren Rolltoren, Aktivkohlefiltern und Absaugsystemen installiert sind. Darauf müssen sich die Anwohner nach den Ausführungen von Hans-Jürgen Görß einstellen.

Genehmigung ohne Schnelllauftore

Der Ressortleiter der Unteren Immissionschutzbehörde beim Kreis Recklinghausen informierte am Donnerstag ausführlich über rechtliche Grundlagen und Umweltauflagen, nach denen der Betrieb der Sortieranlage zu genehmigen war. Sind alle technischen Bedingungen erfüllt, wird sie auch wieder genehmigungsfähig sein. „Wir werden eine deutliche Minderung des Geruchs erreichen, aber niemals eine Geruchsfreiheit.“ Den Anwohnern, die ihm aufmerksam zuhörten, fehlte dafür das Verständnis. „Warum konnte der Betrieb überhaupt aufgenommen werden, wenn die Schnelllauftore nicht da waren?“, so eine Marlerin. In dem Fall aber reichte es nach dem Gesetz aus, den Betrieb mit entsprechenden Auflagen zu verpflichten, Abhilfe zu schaffen. Der Brand hat den Betrieb nun für unbestimmte Zeit stillgelegt.

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