Nachwuchs tritt erstmals im JuKuZ auf

Kräftiger Applaus für Jungrapper

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MARL - Elf junge Nachwuchsrapper aus Marl sind am Samstag im KuJuZ Hagenbusch aufgetreten. Organisiert wurde die Veranstaltung von Dave Cybis. Er ist Schulsozialarbeiter und gibt Rap-Workshops.

Die Marler Nachwuchsrapper haben im vergangenen und in diesem Jahr an Rap-Workshops teilgenommen und traten gemeinsam mit anderen jungen Talenten aus Bochum auf. Für das Konzert hatte Organisator Dave Cybis die jungen Nachwuchsrapper zum ersten Mal auf eine Bühne gebracht.

Im vergangenen Jahr leitete Dave Cybis für den Ferienspaß einen solchen Workshop im Intercent an. Damals ist die Gruppe „Intercent 2.0“ entstanden. Auch in diesem Jahr gab es unter der Leitung des Schulsozialarbeiters einen Rap-Workshop. Daraus ging die „SofaGang“ hervor. Die Jugendlichen arbeiten erst seit einigen Monaten zusammen, einige von ihnen haben vorher noch nie gerappt. Zum Workshop gehörte nicht nur eine Einführung in Rap-Techniken. Die Schüler lernten auch, eigene Texte zu schreiben. Das ist nicht so einfach: „Der erste Satz ist meist nicht so schwer, aber danach wird es ein bisschen knifflig“, erzählte Nele.

Die Zwölfjährige hat 2016 am Rap-Workshop teilgenommen und gehört zur Gruppe „Intercent 2.0“. Auch Robin, ebenfalls Teil der Crew, findet es nicht immer leicht, einen Text zu schreiben: „Die Reime müssen stimmen, und man muss aufpassen, am Ende immer vier Takte pro Zeile zu haben.“ Wenn es beim Texten mal nicht weiterging, half Dave Cybis den Nachwuchsrappern. So konnten sowohl die „Sofagang“ als auch die „Intercent 2.0“-Crew in wenigen Tagen mehrere Lieder schreiben. Dabei arbeiteten alle zusammen. „Jeder hat eigene Strophen geschrieben, aber den jeweiligen Refrain haben wir uns gemeinsam überlegt“, so Robin. In ihren Texten verarbeiten die Nachwuchsrapper, was sie beschäftigt – und das ist weit mehr als das, was manchmal in den Charts zu hören ist. Den Jugendlichen geht es nicht nur darum, wer der Coolste ist und wer am meisten Geld hat, sondern um gesellschaftliche und politische Themen wie Rassismus, Ausgrenzung und Klimawandel.

Viele Schüler haben am Samstag zum ersten Mal überhaupt auf einer Bühne gerappt. So ging es auch Leon von der „SofaGang“. Er war deshalb ein wenig nervös: „Irgendwie ist das schon ein komisches Gefühl. Aber ich glaube, wenn ich ein paar Zeilen gerappt habe, wird es gehen.“ Tatsächlich war dem Elfjährigen die Nervosität nicht anzumerken: Er und seine Mitstreiter rappten auf der Bühne wie erfahrene Profis. Das honorierten die Zuschauer mit kräftigem Applaus. Die Schüler mussten sogar noch einige Zugaben spielen. Auch Dave Cybis war richtig stolz auf seine Schützlinge. „Sie haben das unglaublich gut gemacht.“ Er honorierte die Arbeit der Jugendlichen auf eine ganz besondere Weise: „Ich habe ihre Songs auf ein Album gepresst. So können sie ihre eigenen Lieder und Stimmen auf einer CD hören.“

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