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Bunte Blumen an Straßenrand. So wie hier am Ortsausgang der hessischen Stadt Kassel könnte es im nächsten Sommer auch an Marler Straßenrändern aussehen.

Klimanotstand

Naturschutzbund will Marl grüner machen und  braucht dazu Hilfe

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Der Naturschutzbund lädt Bürger ein, gemeinsam mehr biologische Vielfalt zu schaffen. Die ersten Initiativen haben sich schon angemeldet.

Im Juni hat die Stadt Marl wie viele andere Kommunen in Deutschland den Klimanotstand ausgerufen und sich damit eine Selbstverpflichtung auferlegt: Während die Politik über das Zusammenspiel von Ökologie und Stadtentwicklung diskutiert, ruft der Naturschutzbund (Nabu) Marl Bürger, Vereine, Institutionen und Gruppen auf, die biologische Vielfalt in der Stadt jetzt praktisch zu fördern. 

„Wir machen Marl bunt und lassen es brummen“, so lautet die Überschrift zur Einladung für mehr Biodiversität in Marl. Die Stadt Marl und der Kreis Recklinghausen haben den Naturschützern bereits Flächen zur Verfügung gestellt. An den Rändern der Hülsstraße (K22) vom Freibad Hüls bis zum Flugplatz Loemühle könnten schon im nächsten Jahr Blühstreifen entstehen. Die Stadt bietet weitere Flächen auf dem Friedhof in Alt-Marl, am Wiesengrund nahe der Kleingartenanlage an der Burg in Lenkerbeck und am Alt-Marler Volkspark den Grünstreifen Femstraße/Teichstaße an. 

Flächen stehen zur Verfügung 

„Die ersten Marler Gruppen haben Interesse signalisiert, dass sie mit uns in dem Projekt arbeiten wollen“, erklärt der Marler Nabu-Vorsitzende Erwin Gebauer. Die Werkstatt Brassert, der Jugendtreffpunkt WiLLmA in Hüls, der Kleingartenverein Brinkfortsheide und die Sinsener Runde sind die ersten. Einige der zugewiesenen Flächen sind bereits verteilt. 

Weitere Akteure sind mehr als willkommen, denn bereits im nächsten Sommer soll es an Wegrändern und auf den beschriebenen Flächen blühen und vor Insekten brummen. „Allein können wir vom Nabu das natürlich nicht schaffen“, betont Erwin Gebauer. Der Nabu begleitet die Aktionen im Grünen mit einem umfangreichen Programm.

Aufruf an die Marler Bürger 

„Wir möchten den Marler Bürgern die heimische Artenvielfalt auch vor die eigene Haustür holen, in den Garten und Vorgarten oder auf den Balkon“, so der Nabu-Vorsitzende. Dazu plant der Nabu Marl Themenabende, Fachvorträge, Führungen und Besichtigungen, bei dem Marler anschaulich erfahren, wie sie selber etwas für den Artenschutz tun können. Zum Beispiel mit Blühstreifen oder -wiesen, Kräutern, Blumen, und Pflanzen im Garten und auf dem Balkon oder indem sie begrünte Zäune oder Flachdächer anlegen.

Ansprechpartner für das Projekt beim Nabu Marl ist Erwin Gebauer, ☎ 69 67 95, E-Mail: erwin.gebauer@nabu-marl.de - weitere Infos: https://nabu-marl.jimdo.com.

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