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Vor zwei Jahren wurde das Hallenbad abgerissen. Jetzt ist auf dem Gelände Platz für ein neues Baugebiet.

Neubaugebiet im Stadtkern

Hallenbadgelände soll zum Villenviertel werden

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MARL - Der Planungsausschuss macht den Weg frei für ein Baugebiet zwischen Hans-Böckler-Berufskolleg, Grimme-Institut und dem neuen Kulturzentrum Marschall 66.

Auf dem ehemaligen Hallenbadgelände soll ein neues Viertel entstehen, in dem private Bauherren schicke Stadtvillen bauen können. Das hat der Stadtplanungsausschuss fast einstimmig beschlossen. Nur die Bürgerliste WIR votierte dagegen. Die Bauherren müssen sich an Vorgaben des Bebauungsplans halten, können aber sonst persönliche Stilvorstellungen realisieren. Auf einer Fläche von 2,1 Hektar können sie mehrgeschossige Reihenhäuser mit 50 bis 60 Wohnungen errichten. Das Viertel wird zwischen Hans-Böckler-Berufskolleg, Grimme-Institut und dem neuen Kulturzentrum Marschall 66 entstehen, also in ruhiger Lage. Damit soll eine Idee des mit den Bürgern diskutierten ISEK (Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes) verwirklicht werden.

Das Quartier liegt zentral, keine fünf Gehminuten vom Rathaus und Marler Stern entfernt. Auch Busbahnhof und Bahnhof sind von dort gut zu erreichen. Durch solche attraktiven Wohnangebote will die Stadt mehr Menschen und Leben in den Stadtkern bringen. Ansprechen will sie vor allem junge Familien mit gehobenem Einkommen, Interesse an Kultur- und Bildungsangeboten und das „liberal-intellektuelle Milieu“. Auf Initiative von Andreas Täuber (SPD) beschlossen die Politiker den Zusatz, dass in die Planungen „die Möglichkeit des Mietwohnungsbaus gleichwertig“ einbezogen wird. Siegfried Schönfeld (Bürgerliste WIR für Marl) stimmte trotzdem gegen die Aufstellung des Bebauungsplans: „Zielgruppe sind nur Besserverdiener. Hier gibt es keine soziale Durchmischung.“

Auf Parkplätze wird verzichtet

In den Stadtvillen sollen Garagen im Erdgeschoss integriert werden – gewohnt wird in der ersten Etage. So bleibt Freiraum, kann auf Parkplätze verzichtet werden. Die Grundstücke werden nicht von vornherein zugeschnitten. So können die Stadtvillen flexibler vermarktet werden. Die Bauherren können ihre Objekte gemeinsam ausschreiben. Auf diese Weise sollen Zeit und Kosten gespart, Bauschäden und Mängel vermieden werden. Das Viertel wird über die Kampstraße oder die Adolf-Grimme-Straße erschlossen. Das muss noch konkreter geplant werden. Umweltbelastungen sieht das Planungsamt nicht.

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