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Theresia Hericks ist die neue Umweltberaterin bei der Verbraucherzentrale. Foto: Grunschel

Neue Umweltberaterin

Becher, Dosen und Taschen bitte mitbringen

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MARL - Wer regelmäßig die Verbraucherzentrale im Marler Stern besucht, dürfte Theresia Hericks kennen. Die Diplom-Ökotrophologin hilft seit fünf Jahren in der Beratungsstelle vornehmlich am Empfang aus. Seit dem 1. Februar gehört die 50-Jährige aus Ahaus als Umweltberaterin mit zum Team.

Die volle Stelle teilt sie sich mit Katharina Feldkamp. In den nächsten Wochen will Theresia Hericks mit Marlern vor allem darüber reden, wie sie weniger Plastikmüll produzieren.

222 Kilogramm Verpackungsmüll fallen in Deutschland pro Kopf im Jahr an. Tendenz steigend. Kaffeebecher „to go“, also zum Mitnehmen, sind beliebter denn je. „60 Becher verbraucht jeder von uns im Durchschnitt pro Jahr“, rechnet Theresia Hericks vor. Sie möchte Marlern bewusst machen, dass viele Läden auch mitgebrachte Thermobecher auffüllen. „Die Investition von 16 bis 20 Euro ist natürlich erst einmal hoch, rentiert sich aber schnell“, sagt sie.

Wer nicht nur bei Getränken etwas Gutes für die Umwelt tun will, sollte sein Essen auch in Frischhalteboxen transportieren. Seit dem Jahr 2000 würden 40 Prozent mehr Serviceverpackungen genutzt. „Das Schlimme ist, dass wie bei den Kaffeebechern alles nach nur knappen 15 Minuten in der Müll- und nicht in der Recyclingtonne landet, weil man ja unterwegs nur Abfalleimer nutzt“, so die Umweltberaterin, „da gehen wertvolle Ressourcen flöten.“

Nicht alle Kunststoffe sind schlecht

Kunststoffe, betont Theresia Hericks, seien nicht immer schlecht für die Umwelt. Mehrwegbecher aus Polypropylen (PP) und Geschirr oder Boxen aus Polyethylen (PP) könnten unbedenklich gekauft und gebraucht werden. Nicht zu empfehlen seien dagegen Produkte aus Bambus, die aktuell fast überall angeboten werden. „Da wird ein nachwachsender Rohstoff verbraucht. Außerdem verschweigen viele Hersteller, dass neben Bambus auch Kunststoffe wie Melaminharze enthalten sind, die bei starker Erhitzung in die Lebensmittel übergehen“, warnt Theresia Hericks.

Für den nächsten Einkauf empfiehlt sie, Obst und Gemüse nach Möglichkeit unverpackt zu kaufen – und ein dafür einfach ein paar Taschen mehr einzupacken.

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