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Beim Theaterfest verwandelt sich die Marler Kabarettistin Ursula Krehut in ein Fantasie-Wesen.

Neues Konzept umgesetzt

Selbst im Keller herrscht beim Theaterfest Trubel

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MARL - In früheren Jahren ähnelte das sommerliche Theaterfest einem großen Jahrmarkt. Das Hauptgeschehen spielte sich im Freien ab. Gaukler, Artisten, Clowns und andere Künstler suchten die Aufmerksamkeit des Publikum. Das unsichere Wetter war nur einer der Gründe für einen Kurswechsel in diesem Jahr.

Theater-Leiterin Claudia Schwidrik-Grebe will die Besucher in die Welt des Theaters locken, Türen öffnen, die der Öffentlichkeit sonst verschlossen bleiben. Dass ein Theater auch einen Keller hat, ist logisch (andernfalls hätte es keinen Orchestergraben). Doch welcher Zuschauer hat ihn je gesehen? An diesem Tag stehen auch die Kellertüren offen.

Wer hindurchgeht, erlebt in sechs Räumen eine Performance, die die Tanzformation „AkepTanz“ mit ihrem charismatischen Choreografen-Duo Maria Lucia Argon Ramirez und Mohan Thomas einstudiert hat. Bei mal düsterer, mal stampfender Musik tanzen die Akteure Choreografien, bei denen auch Knochen als Requisiten zum Einsatz kommen.

Ein Wiedersehen mit vertrauten Räumen und vor allem der alten Heimat ist das Fest für Helge Salnikau (31). Der Schauspieler, der zurzeit in Bochum lebt, am dortigen Prinz-Regent-Theater zu sehen ist und schon in Wien, Stuttgart und anderen Metropolen auf der Bühne stand, fühlt sich im Marler Theater so heimisch wie früher. Salnikau wäre vielleicht nie Schauspieler geworden, wenn es das Projekt „Oper am GiL“ (Gymnasium im Loekamp) nicht gegeben hätte. Durch seine Teilnahme erwachte seine Liebe zur Bühne, die ihn bis heute antreibt.

Am 19. Dezember ist er mit einer Aufführung von Kafkas „Die Verwandlung“ im Theater Marl zu erleben. Beim Theaterfest schlüpft er mit der Theaterchefin in die Moderatoren-Rolle, plaudert über die Stücke der nächsten Spielzeit. Die später folgende Programmvorstellung für Erwachsene hat Tradition am Marler Theater, die für das Kindertheater-Programm ist neu. Viele Kinder verfolgen gebannt das Geschehen auf der Bühne, die Eltern machen sich Notizen im Programm.

Eine Familie von vielen, die sich im Theater umsehen sind Ben (4) aus Gelsenkirchen, seine Marler Tante Tanja Uttich und Oma Gisela Uttich. Alle drei genießen das bunte Treiben. Gisela Uttich: „Ich gehe mit meinem Enkel regelmäßig ins Theater, im Zirkus waren wir auch schon.“

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