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Werner Eisbrenner tritt seit 40 Jahren als Nikolaus auf.

Nikolaus beendet Karriere

Es wird Zeit für einen Nachfolger

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MARL - Nach 40 Jahren hängt Werner Eisbrenner seinen Mantel an den Haken. So lange hat sich der Marler bei zahlreichen Gelegenheiten als Nikolaus verleidet.

Eigentlich ist schon Schlafenszeit, aber heute Abend dürfen Talia (3) und Kayra (5) ausnahmsweise länger aufbleiben. Denn: Am Morgen traf ein Brief ein, in dem der Nikolaus einen persönlichen Besuch ankündigte. Mehr Vorfreude und Aufregung kann man in Kindern kaum auslösen. „Die beiden waren den ganzen Tag lang schon total aufgeregt“, bestätigt Mutter Cigdem Mattiello. Als es endlich an der Tür klopft, sind die Mädchen sofort zur Stelle und haben nur noch Augen für den sehnlichst erwarteten Besucher. Im Kostüm steckt Werner Eisbrenner. Seit mehr als 40 Jahren verkleidet sich der Marler als Nikolaus, immer am sechsten Dezember. Eisbrenner gehört zu den wenigen Nikoläusen, die Familien noch direkt in ihren Häusern und Wohnungen besuchen. In diesem Jahr stehen für Werner Eisbrenner 17 Häuser mit 27 Kindern auf dem Plan.

Immer mit dabei ist natürlich sein Assistent Knecht Ruprecht. Dessen dunklen Kapuzenmantel zieht sich Bernd Gorski über. „Wir beginnen mit unseren Besuchen um 17 Uhr. Nach knapp zwei Stunden gebe ich den Nikolaus-Mantel dann an Knecht Ruprecht weiter“, erklärt Werner Eisbrenner. Mit 72 Jahren hat Eisbrenner genug von seinen Auftritten. „Ich war sehr lange im Nikolausgeschäft. Jetzt ist es Zeit für einen Nachfolger.

Es geht auch ohne Nikolausprüfung

Das wird Bernd Gorski“. Unsere Nachfrage, ob Gorski bei Eisbrenner dafür eine Nikolaus-Prüfung ablegen muss, verneinen beide lachend. Relativ ernst dagegen nimmt Werner Eisbrenner seine Rolle als Nikolaus. „Mir war auch immer die Geschichte hinter der Figur wichtig. Der Nikolaus sollte ein Symbol und gutes Beispiel für Kinder sein,“ stellt Eisbrenner klar. Werner Eisbrenner spricht sich auch strikt gegen die Kommerzialisierung von Weihnachten aus. „Als Weihnachtsmann würde ich nie auftreten. Der ist Fake, wie man heute sagt.“

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