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Das Windrad an der Münsterstraße ist am Netz.

Politiker setzen auf Vorrangzonen

Rat will Windrad-Wildwuchs stoppen

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MARL. - Der Stadtrat will den Bau von Windrädern auf Marler Stadtgebiet regeln können. Die Politiker setzen dabei auf sogenannte Windvorrangzonen. Die gab es schon einmal – wurden vom Rat allerdings aufgehoben, um Windräder in Marl zu ermöglichen.

Nachdem jetzt überall Windräder wie Pilze aus dem Boden schießen und vor allem in Polsum auf heftigen Widerstand der Bevölkerung stoßen, leiteten SPD- und CDU-Fraktion erneut eine Kehrtwende ein. Die Stadtverwaltung soll nun alles tun, damit im Stadtgebiet wieder Vorrangzonen für Windenergieanlagen ausgewiesen werden können. Jens Vogel (SPD), Vorsitzender des Stadtplanungsausschuss begründete den gemeinsamen Vorstoß der beiden großen Ratsfraktionen: „Wir wollen steuern können und nicht nur aus der Zeitung erfahren, wer wo was bauen will“. Gegen die riesigen Anlagen, die überall gebaut würden, gebe es „echte Gegenargumente“.

Nicht nur für Johannes Westermann (Grüne Wählergemeinschaft) war es ein „unsinniger Antrag“. Auch Dr. Ulrich Otto (CDU) sah darin keine Chance, die Entwicklung noch zu stoppen. Die rot-grüne Landesregierung habe „die Büchse der Pandora geöffnet.“ Robert Heinze (FDP) warnte davor, den Bürgern Sand in die Augen zu streuen. „Wir reden über Zeit und Geld“ (für die benötigten Gutachten). Bürgermeister Werner Arndt teilte die Bedenken. Das von der RAG geplante Windrad auf dem Gelände Schacht Polsum sei jedenfalls „nicht aufzuhalten.“

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