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Der Lkw-Verkehr auf der Hochstraße ist vielen Alt-Marlern ein Dorn im Auge.

Problem Lkw-Verkehr

In Alt-Marl sind Alternativen gefragt

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MARL - Der Landesbetrieb Straßen.NRW sieht auf absehbare Zeit keine Perspektive, durch eine Umgehungsstraße Entlastung für die lärmgeplagten Anwohner der B 225 zu schaffen.

„Das ist zurzeit ein politisches Thema. Wir werden aktiv, wenn das Land einen Auftrag erteilt“, so eine Sprecherin der Landesbehörde Straßen.NRW auf Anfrage. „Dazu können wir im Moment wenig sagen.“ Auf Initiative des CDU-Politikers Oliver Wittke aus Gelsenkirchen, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, waren Vertreter der CDU sowie Torsten Keuter und Martin Boermann von der Bürgerinitiative Alt-Marl am Dienstag zum Gespräch bei Straßen.NRW.

„Ich habe keine Wunder erwartet“, erklärt Torsten Keuter anschließend. „Aber es war ein konstruktives Gespräch.“ Aus dem sich aus Sicht der Marler konkrete Forderungen an die Stadtverwaltung stellen. Sie müsse endlich verlässliche Zahlen vorlegen und solle über Maßnahmen entscheiden, wie der Verkehr auf der B 225 „verflüssigt“ werden könne, um Lärm durch bremsende und anfahrende Lkw zu reduzieren, zum Beispiel durch Kreisverkehre und eine durchgehende Tempo-50-Beschränkung.

Auch eine denkbare Trassenführung einer Umgehung ist für den Alt-Marler klarer. Entweder bekommen wir die ,kleine Spange‘ oder gar keine Umgehung“, so sieht Keuter die Dinge nach dem Gespräch in der Landesbehörde. Zusammen mit der Lipperandstraße, die Verkehrsminister Wüst beim CDU-Neujahrsempfang in Marl angesprochen hatte, ohne sie beim Namen zu nennen, würde eine sinnvolle Umfahrung entstehen. Sie steht noch im Landesstraßenverkehrsplan mit Stufe 1.

Warten auf Stellungnahme des Landes

Während CDU und Bürgerinitiative aus dem Gespräch mit der Landesbehörde klare Forderungen an die Stadt Marl ableiten, wartet der SPD-Landtagsabgeordnete Carsten Löcker noch auf die Stellungnahme des Landes zu seiner Anfrage. Er hatte das NRW-Verkehrsministerium um Details zur von Minister Wüst (CDU) angekündigten Umgehungsstraße gebeten. Eine „Kleine Anfrage“ muss innerhalb von vier Wochen beantwortet werden. Die Frist endet heute, bis gestern hatte Löcker keine Antwort.

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