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Die Stadt Marl wird auch in diesem Jahr mit einem Radarwagen Jagd auf Temposünder machen.

Radarwagen „erwirtschaftet“ 304.521 Euro

12.308 Autofahrer waren zu schnell

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MARL - Im vergangenen Jahr hat das Marler Ordnungsamt durch Radarkontrollen und Knöllchen wegen Falschparkens knapp 530.000 Euro eingenommen.

Durch die Blitze aus dem Radarwagen ist die Stadtkasse um insgesamt 304.521 Euro reicher. Erwischt wurden 12.308 Autofahrer, die auf Marler Straßen zu flott unterwegs waren. „2017 waren es noch rund 16.000 Fälle, die wir bearbeiten mussten“, so Stadtsprecher Daniel Rustemeyer auf Nachfrage. Warum die Diskrepanz? „Das können wir nicht sagen. Die Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr“, ergänzt er. Mehr Geld als 2017 brachte der Einsatz der Politessen ein, die rund 10.000 Mal Strafzettel wegen Falschparkens oder wegen fehlender/abgelaufener Parkscheibe ausstellten, ein. Hier steht der Betrag von 227.098 Euro zu Buche (2017: 203.833 Euro/11.803 Fälle).

Mittlerweile – genauer gesagt zum Jahresende – ist die Kooperation der Städte Marl, Herten und Recklinghausen bei der Geschwindigkeitsüberwachung ausgelaufen. Anfangs teilten sie sich einen Radarwagen, dann zwei, schließlich drei. Im wöchentlichen Wechsel machen die mobilen Blitzer in den drei Städten Jagd auf allzu flotte Autofahrer. Doch nach 22 Jahren ist diese Zusammenarbeit nun ausgelaufen.

Es wird weiter mobil geblitzt

Wie es mit den Tempokontrollen auf Marler Stadtgebiet weitergeht, steht immer noch noch nicht fest. „Sicher ist aber, dass wir auch in Zukunft mobil blitzen wollen“, so Ordnungsamtsleiter Heinz Peter Mühlenberg auf Nachfrage. Das heißt, im Stadtgebiet wird vorerst weiter ein Blitzwagen unterwegs sein, der über eine Front- und Heckkamera verfügt, damit in in beide Richtungen Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden können. Allerdings denkt man in der Stadtverwaltung über eine Neuanschaffung nach. Ob man nun auf einen neuen Wagen oder auf ein Radarsystem, das auf einem Anhänger installiert werden kann, zurückgreifen wird, muss noch entschieden werden.

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