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Sicherungszaun im Vorfeld der Renovierungsarbeiten.

Rathaussanierung

Das Schul- und Sportamt zieht zuerst aus

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MARL - Es gibt einen Fahrplan zur Rathaussanierung. Bürgerbüro, das Ausländeramt, das Ordnungsamt sollen im September in den alten Lesesaal und ins Riegelhaus umziehen. Zunächst ist das Schul- und Sportamt an der Reihe - schon in der nächsten Woche zieht es in den Bauturm an der Liegnitzer Straße.

Die Baufachleute wollen an dieser Stelle das Mauerwerk, die Substanz unter anderem auf Schadstoffe untersuchen. Böse Überraschungen sind dabei insoweit ausgeschlossen, als Baudezernentin Andrea Baudek von vornherein mit unangenehmen Ergebnissen rechnet. Bürgermeister Werner Arndt stellte gestern in einem Experten-Gespräch mit unserer Redaktion fest: „Hier ist keiner am Tisch, der glaubt, dass wir keine Schadstoffe dort finden.“

Bürgerbüro, das Ausländeramt, das Ordnungsamt und andere Dienststellen mit hohem Publikumsandrang sollen dann in den alten Lesesaal und ins Riegelhaus umziehen. Das können sie nur, wenn die insel ihre angestammten Räume eben dort freigibt. Die Volkshochschule ihrerseits zieht in einen Teil der ehemaligen katholischen Hauptschule an der Wiesenstraße. Sie wiederum ist schon vor Jahren in der ehemaligen Realschule in Hamm untergekommen.

Diese frühere Schule ist neu im Gespräch und sorgt offenbar schon vor ihrer Wiedernutzung für hochfliegende Erwartungen. Eben weil sie eine Schule war, ist sie – so Arndt – bestens auch für Erwachsenenbildung geeignet. Wäre es denkbar, die insel auch nach der Rathaus-Sanierung dort dauerhaft unterzubringen? Niemand bestätigt das heute offiziell, doch auch niemand schüttelt energisch den Kopf. Denkbar ist vieles – auch die Auflösung der insel-Zweigstelle in Hüls, die jetzt ja ohnehin fast auf Sichtweite zur neuen insel läge...

Zurück zur Rathaussanierung: Bis Februar 2019 müssen beide Rathaustürme geräumt sein. Noch bis 2020 soll der heutige Sitzungstrakt inklusive Skulpturenmuseum im Erdgeschoss nutzbar bleiben. Das würde unter anderem bedeuten: Dort können sich auch die nächsten Grimme-Preisträger feiern lassen und noch viele standesamtliche Trauungen stattfinden. Allerdings: Nur hin und wieder dürften dort öffentliche Sitzungen politischer Gremien stattfinden. Ratssitzungen will Arndt künftig in der Aula der Scharoun-Schule eröffnen. Die Ausschüsse sollen noch stärker als bisher wandern, als Gäste bei Vereinen, Verbänden und Einrichtungen unterkommen. Die Ratsfraktionen sollen auch Räume in dem alten Zechenhaus bekommen. Öffentliche Veranstaltungen sind dort nicht möglich: Das Grundstück liegt im Sicherheitsbereich rund um den Chemiepark.

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