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Die Frage, die viele Marler beschäftigt: Wie teuer wird die Sanierung des Rathauses tatsächlich?

Rathaussanierung spaltet Gemüter

Drängende Fragen

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MARL - Die Frage der Rathaussanierung spaltet die Marler weiter. Das wurde in der letzten Bürgerversammlung deutlich.

Unsere Online-Umfrage zeigt: Die Hälfte der Teilnehmer steht hinter der 70 Millionen Euro teuren Sanierung des Rathauses, die andere Hälfte will einen Neubau. Auch in der sehr sachlichen Bürgerversammlung zu Rathaus und Haushalt wurden Pro und Contra-Stimmen laut. 50 Marler stellten kritische Fragen. Leider hatten sie dazu erst nach langen Vorträgen von Kämmerer und Baudezernentin Zeit. Die Stadtspitze hätte ihre Infos raffen sollen. Denn die Marler hatten viele drängende Fragen: Udo Janczyk aus Hüls ist skeptisch, dass eine Sanierung angesichts der Bausubstanz sinnvoll ist: „Von den Bürgerbegehren distanziere ich mich. Die sind mir zu populistisch und destruktiv. Aber die Stadt muss uns erklären, ob sanieren oder abreißen günstiger ist.“ Janczyk wollte auch wissen, wie hoch die Kosten für die Umzüge der Ämter in den Marler Stern, den Verwaltungsbau von AV 3/7 und die ehemalige Schule in der Wiesenstraße sind. Personalamtsleiter Michael Bach bezifferte sie auf mehr als 3,1 Millionen Euro. Zustand der Heizung ist besorgniserregend Wilfried Labsch fragte, warum das Rathaus nicht schon vor 14 Jahren saniert wurde. Baudezernentin Andrea Baudek räumte ein, dass bis heute nur das Nötigste getan wurde. Der Zustand der Heizzentrale sei besorgniserregend. Dieter Hartmann aus Sinsen bezweifelt, dass die Stadt mit 70 Millionen Euro auskommt, und versteht nicht, „wieso der Denkmalschutz in Stein gemeißelt ist“. Der Denkmalschutz sei rechtskräftig, nur durch Gegengutachten und Klagen rückgängig zu machen. Das lehnt Bürgermeister Werner Arndt ab: „Ich fände es schändlich und geschichtslos, dieses historische Gebäude verkommen zu lassen“, sagte er. Für den Marler Stern fände sich kein Mieter, wenn nebenan Bauzaun und Ruine Dauerzustand wären. Kämmerer Michael Dinklage erklärte, wie er die Rathaussanierung über Kredite und Fördermittel finanzieren will. 4 Millionen Euro habe die Stadt bereits erhalten, sie hoffe auf weitere 5,1 Millionen. Die Rathaussanierung gefährde nicht den Haushaltsausgleich, auch keine Investitionen in Schulen, Kindergärten und Straßen, betonte der Kämmerer.

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