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Das Marler Rathaus.

Rathaussanierung

Wird der Denkmalschutz aufgehoben?

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MARL - Die Bürgerinitiative „Rathaussanierung stoppen!“ will jetzt einen neuen Weg einschlagen.

Der Rat soll das NRW-Bauministerium dazu aufrufen, den Denkmalschutz für das Marler Rathaus wieder aufzuheben. Diesen Bürgerantrag richtet die Bürgerinitiative „Rathaussanierung stoppen!“ an die Ratspolitiker. Unterzeichnet ist er von den Mitgliedern der Bürgerliste Wir für Marl, Marc Walden und Clemens Mecking sowie von Detlev Beyer-Peters, sachkundiger Bürger von Wir für Marl. Die Drei sind auch Initiatoren der Bürgerinitiative. Für ihren Antrag führen sie mehrere Gründe an: Landrat Cay Süberkrüb habe das Rathaus 2015 gegen den Willen des Rates unter Denkmalschutz stellen lassen. Wie berichtet, hatte der Rat die Unterschutzstellung abgelehnt, wollte aber nicht dagegen klagen. Nun müsse das Rathaus unter finanziell erheblich schlechteren Rahmenbedingungen saniert werden. In den letzten Jahren habe es Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Rat der Stadt Marl und der Denkmalbehörde gegeben. Deshalb sollte Bauministerin Ina Scharrenbach um eine Entscheidung gegen die Unterschutzstellung des Marler Rathauses als Denkmal gebeten werden.

politische Schwierigkeiten

Der Rat der Stadt Marl sehe angesichts des Bürgerbegehrens der Initiative „Rathaussanierung stoppen!“ erhebliche politische Schwierigkeiten, die Sanierung des Rathauses durchzusetzen, meint die Bürgerinitiative. Sie will, wie berichtet, gegen die Sanierung klagen. Die Initiative kündigte ebenfalls einen Prozess an, wenn der Rat ihr Bürgerbegehren gegen die Rathaussanierung für rechtlich unzulässig erklärt. Nach ihrem Willen soll der Rat den Bürgerantrag beschließen. In der Begründung soll er deutlich machen, dass angesichts der „Kostenexplosion“ und der zukünftigen finanziellen Lasten, die mit der Sanierung verbunden sein werden, die Auswirkungen auf den Etat der Stadt dauerhaft unzumutbar sind. lm Übrigen ließen Statik und energetische Bedingungen im Rathaus auch künftig negativen Einfluss auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten befürchten. Am Dienstag, 9. April, wird sich der Haupt- und Finanzausschuss ab 16 Uhr ausführlich mit der Rathaussanierung und dem Bürgerbegehren dagegen befassen. Die Stadt hält das Begehren für rechtlich unzulässig. Die öffentliche Sitzung findet in der Ratsstube des Rathauses statt.

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