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10500 Euro spendeten die Rotarier an MarleKiN. Die Spende übergaben Präsident Dr. Josef Herbst (3.v.r.), die Vorstandsmitglieder Udo Ehrke (l.) und Klaus Beste (3.v.l.) sowie Gemeindienstbeauftragter Ulrich Busse (4.v.r.) an Bürgermeister Werner Arndt (2.v.l.), MarleKiN-Koordinatorin Dorothea Stotten (M.), Jugendamtsleiter Volker Mittmann (r.) und Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka (2.v.r.). Foto: Julia Grunschel

Rotarier spenden

10500 Euro für Teenie-Mütter

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MARL - Diese Spende ist Dorothea Stotten höchst willkommen. Als die Koordinatorin des Marler Kinder Netzes (MarleKiN) hörte, dass der Rotary Club Recklinghausen Haard 10 500 Euro an das Programm Frühe Hilfen spenden will, wusste Dorothea Stotten direkt, wer von der Finanzspritze profitieren soll: Teenie-Mütter. Allein im vergangenen Jahr sind in Marl 92 junge Frauen unter 23 Jahren Mutter geworden.

Seit Oktober führt die Stadt ein Angebot der AWO-Starthilfe weiter, das sich explizit an diese Zielgruppe richtet: eine Frühstücksgruppe, in der sich junge Schwangere und Teenie-Mütter an jedem Mittwoch mit und ohne Kinder (unter drei Jahren) treffen können. „Zu unseren bestehenden Angeboten kommen die jungen Frauen nicht. Sie fühlen sich da nicht wohl. Ihre Welt, ihre Sprache und ihre Interessen sind anders“, erzählt Dorothea Stotten. Und weil das so ist, leitet die Gruppe auch jemand, der nah an der Altersgruppe ist: Sozialpädagogikstudentin Lisa Schmidt. „Wenn die Mütter in der Runde ihre Fragen stellen, hat man schon die halbe Miete“, so Dorothea Stotten. Denn nur so kommt das Rad ins Rollen, nur so können die Kinder am Ende profitieren.

Gruppe soll wachsen

Einer, der das noch aus seinem beruflichen Alltag weiß, ist Rotary-Präsident Dr. Josef Herbst, der bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2013 Chef der Geburtshilfe an der Paracelsus-Klinik war. „Schon im Krankenhaus sieht man, welche Mütter dringend Hilfe brauchen. Nicht selten gehen anfangs Beziehungen zu Bruch. Nicht jeder ist der neuen Situation gewachsen. Kinder sind unsere Zukunft – sie sollten in einem guten sozialen Umfeld aufwachsen“, meint Dr. Josef Herbst. Davon hat er auch die anderen 50 Club-Mitglieder und Vorstandsmitglieder überzeugen können. Denn nur mit deren Einwilligung war es möglich, 10 000 Euro – das Geld stammt beispielsweise aus Spenden zu Geburtstagen – an MarleKiN zu geben. Zusätzliche 500 Euro steuerten die Damen vom Inner Wheel Club bei.

Mit der Spende kann das Frühstücksangebot für Teenie-Mütter für mindestens zwei bis drei Jahre aufrecht erhalten werden. Pro Jahr fallen etwa 3 000 Euro Personal- und Sachkosten an. „Wenn die Gruppe wächst, würden wir noch mehr Personal einstellen“, so Dorothea Stotten. Und das ist explizit gewollt: Denn aus Erfahrung weiß die Koordinatorin: Je früher bei Problemen geholfen wird, desto weniger Hilfen zur Erziehung sind später nötig.

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