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Höhepunkt der Rathausführung war für die Teilnehmer der Ausblick von Turm II. Hier gab es freie Sicht auf den Sitzungstrakt und den City-See. Am Horizont in der Mitte sieht man das Finanzamt.

Ein Rundgang durchs Rathaus

Geschützt vor Bergschäden, aber nicht vor Feuchtigkeit

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MARL - Das sanierungsbedürftige Rathaus ist nach wie vor ein Hingucker. 25 Marler ließen sich durch die Türme und Trakte führen, um sich ein Bild vom aktuellen Zustand zu machen. Unsere Redaktion war bei dem Rundgang dabei.

Auf dem Creiler Platz warten knapp 25 neugierige Teilnehmer auf den Beginn der Rathausführung. Bevor es losgeht, fahren viele Augen bereits Fahrstuhl, begutachten die beiden Türme schon mal von oben nach unten. Dabei wird deutlich, dass der 1967 fertiggestellte Gebäudekomplex – bei aller Diskussion um dessen bevorstehende, voraussichtlich mehr als 70 Millionen Euro teure Sanierung – nach wie vor eine architektonische Attraktion ist, die vielen Marlern durchaus etwas bedeutet.

Von Schimmel und Rohrbrüchen betroffene Büros gibt es bei der Führung zwar nicht zu sehen, dafür vermittelt Tourleiter Friedrich Baumann beim zielstrebigen Rundgang durch die weitläufigen Trakte viele Informationen über Geschichte und Beschaffenheit des Gebäudes. Baumann ist langjähriger Mitarbeiter der Unteren Denkmalbehörde und weiß als Architekt, wovon er redet.

Unterschätzt wurde beim Bau die Wirkung von Feuchtigkeit. „Wie stark sich Feuchtigkeit durch das Gebäude zieht, hat viele überrascht“, so der Architekt.

Holz, Marmor und Mosaike

Aus dem Sitzungssaal geht es weiter in Richtung Turm II. Auf dem Weg dahin zeigt Baumann die drei Materialien, die man an fast allen Ecken trifft: Holz, Marmor und Mosaike. Seine spezielle Konstruktion soll das Rathaus übrigens sicher vor Bergschäden machen.

Der tatsächliche Höhepunkt der Rathausführung folgt nach einer kurzen Fahrt mit dem Aufzug in die siebte Etage. Auf dem Dach des Turms II schweifen die Blicke in weite Ferne – hinweg über die Plattenbauten der Stadtmitte und den Chemiepark. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sind die Teilnehmer des Rundgangs vor allem eins – beeindruckt.

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