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Das Feuer, das den Bauernhof an der Gladiolenstraße in Schutt und Asche legte, wurde vorsätzlich gelegt.

Sachverständige sind sich einig

Bauernhof wurde vorsätzlich angezündet

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MARL - Das Feuer, das am 26. April einen Hof an der Gladiolenstraße in Schutt und Asche legte, wurde absichtlich gelegt. Hinweise auf die Täter gibt es noch nicht.

„Unsere Sachverständigen gehen von Brandstiftung aus“, so Polizeisprecherin Ramona Hörst auf Nachfrage unserer Zeitung. Konkrete Hinweise auf die Täter gebe es aber noch nicht. Hörst: „Wir ermitteln weiter.“ Rund 60 Kräfte der Feuerwehr waren am Brandtag vor Ort, brachten das Feuer ab dem späten Freitagnachmittag bis zum Samstagmorgen unter Kontrolle. Besondere Vorsicht war geboten: In dem brennenden Gebäude lagerten Acetylen- und Sauerstoffflaschen, die zu explodieren drohten.

Das Gemisch Acetylen-Sauerstoff wird beim Schweißen verwendet. Erst nach einiger Zeit konnten die Einsatzkräfte die Gasflaschen soweit herunterkühlen, dass die Explosionsgefahr gebannt war. Um das Feuer mit Wasserwerfern zu löschen, musste die Feuerwehr damals über drei Kilometer Schläuche legen und den Bereich rund um den mit Schrott zugemüllten Bauernhof großräumig absperren. Das eingestürzte Gebäude ließ die Feuerwehr in Absprache mit der Polizei mit einem Bagger letztlich abreißen, damit auch die letzten brennenden Strohlager und Glutnester gelöscht werden konnten.

Retter arbeiteten bis zur Erschöpfung

Im Einsatz waren Kräfte der Hauptwache, aus Alt-Marl, Hamm und Polsum. Die Retter arbeiteten bis zur völligen Erschöpfung. Menschen und Tiere sind bei dem Feuer an der Gladiolenstraße glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen. Über die sozialen Netzwerke riefen Marlerinnen und Marler spontan zu Spenden für den Hofbesitzer auf. „Er war immer nett, wurde aber oft ausgegrenzt“, so eine Marlerin, die sich dem Aufruf angeschlossen hat.

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